30 May 2026, 20:04

Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kolleg in Düsseldorf droht die Schließung nach Förderer-Rückzug

Düsseldorf: Keine Lösung für das Riehl-Kolleg in der Schulausschuss-Sitzung gefunden

Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kolleg in Düsseldorf droht die Schließung nach Förderer-Rückzug

Die Zukunft des Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kollegs in Düsseldorf-Lierenfeld steht auf dem Spiel. Die Bildungseinrichtung, die seit 1958 Erwachsenen den Weg zum Fachabitur oder Abitur ebnet, droht nun geschlossen zu werden, nachdem wichtige Förderer ihren Rückzug angekündigt haben. Während eine endgültige Entscheidung für nächsten Monat ansteht, formiert sich der Widerstand von Studierenden und Mitarbeitenden.

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Das 1958 gegründete und seit 1961 offiziell als Ersatzschule anerkannte Kolleg bietet Erwachsenen eine zweite Chance. Viele der Teilnehmenden verfügen über eine berufliche Ausbildung, sind alleinerziehend oder haben einen Migrationshintergrund. Im Gegensatz zu Abendschulen findet der Unterricht tagsüber statt, sodass die Hochschulreife in vier bis sechs Semestern erreicht werden kann.

Doch die Existenz des Kollegs ist akut gefährdet: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat ihre Unterstützung bereits eingestellt, und die Handwerkskammer (HWK) plant, sich bis zum 31. Dezember 2024 zurückzuziehen. Stadtdirektor Burkhardt Hintzsche warnte, dass die Stadt Düsseldorf die Schule nicht allein finanzieren könne, falls die HWK ihren Rückzug vollzieht. Zudem sind die Studierendenzahlen gesunken – von 314 im Jahr 2019 auf 204 in diesem Jahr.

Gegen die drohende Schließung regt sich Widerstand: Eine Online-Petition zum Erhalt des Kollegs hat bereits über 1.730 Unterschriften gesammelt, und öffentliche Proteste lenken die Aufmerksamkeit auf das Thema. Gleichzeitig arbeiten Verantwortliche mit der Landesregierung an einer Lösung; eine Entscheidung wird für den 11. November erwartet.

Das Schicksal des Kollegs hängt nun vom anstehenden Beschluss ab. Scheitern die Verhandlungen, könnte der Rückzug der HWK bis Ende 2024 zur Schließung zwingen. Bis dahin kämpfen Studierende und Mitarbeitende weiter für eine Lösung, die den Fortbestand der Einrichtung sichert.

Quelle