Wie zwei Journalisten nach einer Preisverleihung ohne alles strandeten
Niklas NeumannWie zwei Journalisten nach einer Preisverleihung ohne alles strandeten
Eine Nacht voller Pannen für zwei City AM-Journalisten
Nach der Preisverleihung des City AM in Londons Guildhall erlebten Adam Bloodworth und Anna Moloney einen Abend voller Missgeschicke – und strandeten schließlich ohne ihre Habseligkeiten. Die beiden mussten auf dem Boden eines Kollegen übernachten. Doch sie waren nicht die Einzigen, die in diesen chaotischen 24 Stunden mit peinlichen Patzern zu kämpfen hatten.
Der Ärger begann, als Bloodworth und Moloney länger blieben, um beim Abbau der City AM Awards-Veranstaltung zu helfen. Als sie fertig waren, begaben sie sich zur Garderobe der Guildhall – doch ihre Taschen waren verschwunden. Darin: Handys, Geldbörsen und Moloneys Wohnungsschlüssel.
Ein stundenlanges Durchsuchen der Hinterzimmer des Veranstaltungsorts blieb ergebnislos. Ohne Möglichkeit, nach Hause zu kommen, und ohne Bargeld für Alternativen nahmen sie das Angebot an, auf dem Boden des Zimmers des Digitalchefs zu übernachten. Am nächsten Morgen stand Moloney vor einer zusätzlichen Herausforderung: Sie musste in fünf Zentimeter hohen Absätzen zur Arbeit – ihren einzigen verbliebenen Schuhen.
Ihr Martyrium endete, als die Taschen am folgenden Tag wieder auftauchten. Doch sie waren nicht die Einzigen, die mit Fehlern zu kämpfen hatten. Die Investmentgesellschaft Scottish Mortgage veröffentlichte eine Pressemitteilung, in der der Wert ihrer SpaceX-Beteiligung mit 1,25 Billionen Dollar angegeben wurde – eine Summe, die den gesamten Unternehmenswert überstieg. Der Fehler wurde später korrigiert.
Auch der konservative Abgeordnete Andrew Griffith unterlief ein Fauxpas: Er unterzeichnete eine Erklärung mit dem Titel „Shadow Business Sexretary“ statt „Shadow Business Secretary“. Der Tippfehler blieb bis nach der Veröffentlichung unbemerkt. Selbst Andy Burnham, der Bürgermeister von Greater Manchester, entging nicht der Kritik, als Fotos auftauchten, die ihn in der ersten Klasse nach London zeigten – während er sich gleichzeitig für Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr einsetzt.
Die verlorenen Taschen wurden zurückgegeben, die Tippfehler behoben. Doch die Vorfälle erinnerten daran, wie schnell kleine Fehler zu größeren Störungen eskalieren können. Für Bloodworth und Moloney endete die Nacht mit Erleichterung – und einer Geschichte, die sie künftig erzählen können.






