WDR verlässt historischen Standort in Köln-Bocklemünd bis 2028
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) verlagert mehrere zentrale Abteilungen von seinem langjährigen Standort in Cologne-Bocklemünd. Als Hauptgrund nennt der Sender die veraltete Infrastruktur des Geländes, die den Anforderungen moderner, digitaler und agiler Produktionsprozesse nicht mehr gerecht werde.
Von der Verlegung betroffen sind unter anderem Studios für bekannte Formate wie "Kölner Treff", "Quarks" und "Tiere suchen ein Zuhause".
Der Standort Bocklemünd war über Jahre ein wichtiger Knotenpunkt des WDR: Neben Fernsehstudios beherbergte er auch die Produktionsstätte der ehemaligen ARD-Serie "Lindenstraße". Zu den umziehenden Bereichen zählen die Veranstaltungstechnik, Werkstätten, Multimedia-Produktion und Studio-Produktionshallen. Ebenfalls verlagert werden die Bereiche On-Air-Design, Dokumentation, Fuhrpark, Ausbildung, Instrumentenlager, das WDR-Innovationshub sowie die Gebäudetechnik.
Der WDR plant, seine Aktivitäten künftig stärker im Kölner Zentrum zu bündeln. Die betroffenen Einheiten sollen bis 2028 schrittweise an ihren neuen Standorten arbeiten. Nach Abschluss des Umzugs will der Sender das Gelände in Bocklemünd veräußern.
Das gesamte Projekt soll spätestens bis 2035 abgeschlossen sein. Bisher liegen keine Angaben zur Zahl der derzeit in Bocklemünd beschäftigten Mitarbeiter vor – auch nicht zu den möglichen Auswirkungen auf lokale Arbeitsplätze und die Wirtschaft.
Der Umzug markiert einen tiefgreifenden Wandel für den WDR, der sich damit von einem Standort verabschiedet, der jahrzehntelang Produktionsgeschichte schrieb. Ab 2028 werden zentrale Abteilungen von neuen Standorten aus arbeiten, während das Bocklemünd-Gelände später verkauft werden soll. Langfristig strebt der Sender eine zentralere und digital besser ausgestattete Struktur in Köln an.