VoltaVia revolutioniert Baustellen mit sauberer Energie in der DACH-Region
Lara LangeVoltaVia revolutioniert Baustellen mit sauberer Energie in der DACH-Region
VoltaVia: Saubere Energie für Baustellen in der DACH-Region
Ein neues Projekt mit dem Namen VoltaVia arbeitet daran, Baustellen in der DACH-Region mit sauberer Energie zu versorgen. Die von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) finanzierte Initiative läuft über zwei Jahre und zielt darauf ab, praktische Lösungen für die Elektrifizierung von Baumaschinen zu entwickeln. Forscher und Industriepartner testen Wege, um Emissionen zu reduzieren, ohne die Effizienz der Abläufe zu beeinträchtigen.
VoltaVia ist eine Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Produktionsengineering von E-Mobilitätskomponenten (PEM) der RWTH Aachen und Zeppelin Rental. Ihr Ziel ist es, alltagstaugliche Lösungen für die Elektrifizierung von Baustellen zu entwickeln und zu demonstrieren. Ein wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht: ein Energienachfragemodell, das den zukünftigen Strom- und Wasserstoffbedarf solcher Standorte vorhersagt.
Elektrische Baumaschinen bieten klare Vorteile gegenüber herkömmlichen Dieselmodellen: Sie stoßen deutlich weniger Emissionen aus, sind einfacher zu bedienen und erfordern weniger Wartung. So könnte die Elektrifizierung einer 16 Kilometer langen Baustelle bis zu 960 Tonnen CO₂ einsparen. Viele dieselbetriebene Geräte – von Baggern bis zu Radladern – sind bereits in elektrischen Versionen erhältlich oder werden als Prototypen entwickelt.
Trotz der Vorteile gibt es noch Hürden: Höhere Anschaffungskosten und eine unzureichende Ladeinfrastruktur bremsen die flächendeckende Einführung aus. Kurzfristig werden voraussichtlich batteriebetriebene Maschinen den Markt dominieren. Langfristig könnten Wasserstofflösungen an Bedeutung gewinnen, insbesondere für größere Geräte.
Das VoltaVia-Projekt zeigt einen Weg auf, wie Baustellen durch Elektrifizierung klimafreundlicher werden können. Mit seinem Energienachfragemodell und praktischen Tests könnte es Bauunternehmen den Umstieg vom Diesel erleichtern. Bei Erfolg könnte die Initiative Maßstäbe für nachhaltigere Baupraktiken in der DACH-Region setzen.






