Vestische setzt auf Wasserstoffbusse – und ist begeistert von der Leistung
Lea WagnerVestische setzt auf Wasserstoffbusse – und ist begeistert von der Leistung
Seit März 2024 setzt die Vestische fünf wasserstoffbetriebene Busse ein. Das Unternehmen hatte die Fahrzeuge im August 2022 bestellt und berichtet nun nach sechs Monaten im Einsatz von einer überzeugenden Leistung. Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch das Bundesverkehrsministerium und die Europäische Union.
Die neuen Busse, die vom portugiesischen Hersteller Caetano unter der Bezeichnung H2 City Gold gebaut wurden, haben den Geschäftsführer der Vestischen, Martin Schmidt, beeindruckt. Er lobte insbesondere ihre Zuverlässigkeit und Reichweite, die fast an die von Dieselbussen heranreichen und batterieelektrische Modelle deutlich übertreffen.
Anfang Mai besuchte der Bau- und Verkehrsausschuss unter Leitung des Stadtrats Rüdiger Lehr das Vestische-Depot in Bottrop, um sich die Wasserstoff-Brennstoffzellenflotte anzusehen. Der Besuch erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine Flottenerweiterung mit emissionsfreien Fahrzeugen vorantreibt.
Die Vestische hat bereits fünf weitere Wasserstoffbusse beim irischen Hersteller Wrightbus bestellt, die im Frühjahr 2025 ausgeliefert werden sollen. Ab 2027 plant das Unternehmen, jährlich sieben Wasserstoffbusse in seinen Fuhrpark aufzunehmen. Diese Schritte entsprechen der EU-Richtlinie für saubere Fahrzeuge, die vorsieht, dass bis 2030 32,5 Prozent der Verkehrsflotten niedrigemissiv und weitere 32,5 Prozent komplett emissionsfrei sein müssen.
Aktuell erfüllt die Vestische die Vorgaben für niedrige Emissionen, indem alle neuen Dieselbusse mit hydriertem Pflanzenöl (HVO 100) betrieben werden. Der Umstieg auf Wasserstoffbusse wird in den kommenden Jahren dazu beitragen, auch die Anforderungen für emissionsfreie Fahrzeuge zu erfüllen.
In den ersten sechs Monaten haben die Wasserstoffbusse ihre betriebliche Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Mit weiteren geplanten Lieferungen ist die Vestische auf einem guten Weg, die EU-Emissionsziele deutlich vor der Frist 2030 zu erreichen. Die schrittweise Erweiterung des Wasserstoff-Angebots unterstreicht das langfristige Engagement des Unternehmens für einen saubereren ÖPNV.






