17 June 2026, 16:49

Verkehrswende: Bundesrat beschließt historische Reform des Straßenverkehrsgesetzes

Mehr Klimaschutz für Kommunen: Änderung des Straßenverkehrsgesetzes

Verkehrswende: Bundesrat beschließt historische Reform des Straßenverkehrsgesetzes

Der Bundesrat und Bundestag haben eine umfassende Reform des deutschen Straßenverkehrsgesetzes (StVG) verabschiedet. Die Neuerung soll die Verkehrsplanung modernisieren und den Kommunen mehr Spielraum bei der Gestaltung lokaler Verkehrsregeln einräumen. Verkehrsminister Volker Wissing treibt die Aktualisierung des langjährigen Gesetzes voran.

Bisher lag der Fokus des Straßenverkehrsgesetzes vor allem darauf, den Autoverkehr flüssig zu halten. Künftig werden auch Klimaschutz, Stadtentwicklung und öffentliche Gesundheit Priorität haben. Städte und Gemeinden können nun leichter Radwege, Fußgängerüberwege und Tempo-30-Zonen einführen.

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Fast 800 Kommunen hatten sich für mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Verkehrsnetze eingesetzt. Oliver Krischer, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, nannte die Reform „längst überfällig“. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßte die Entscheidung und will Deutschland bis 2030 zu einer echten Fahrradnation machen.

Allerdings sind noch weitere Anpassungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) nötig, um die Änderungen vollständig umzusetzen. Die Reform ermöglicht es den lokalen Behörden, Straßen mit Blick auf Sicherheit und Nachhaltigkeit neu zu gestalten. Sie markiert einen Wandel – weg von der autozentrierten Planung hin zu einem ganzheitlicheren Ansatz. Die neuen Regeln sollen den Verkehrsfluss verbessern, die Sicherheit erhöhen und die Umweltbilanz positiv beeinflussen.

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