Verfallenes Polizeigebäude in Wuppertal: Beamte kämpfen mit Schimmel und maroden Rohren
Lara LangeVerfallenes Polizeigebäude in Wuppertal: Beamte kämpfen mit Schimmel und maroden Rohren
Polizeigebäude in Wuppertal verkommt – Beamte arbeiten unter prekären Bedingungen
Ein Polizeigebäude in Wuppertal ist in einem desolaten Zustand und bereitet den Beamten seit Langem erhebliche Probleme. Trotz provisorischer Reparaturen an Duschen und Teilen des Daches verschlechtern sich die Bedingungen kontinuierlich. In dem vom Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement verwalteten Komplex sind wichtige Einheiten wie die Taucherstaffel, die Diensthundeführer und die Waffenverwaltung untergebracht.
Das Gebäude in der Müngstener Straße leidet unter Wasserschäden, Schimmelbefall, Schädlingsplagen und Abwasserlecks durch marode Rohrleitungen. Beamte klagen seit Langem über die unsicheren Arbeitsbedingungen, doch langfristige Lösungen lassen auf sich warten. Die Polizei zahlt derzeit rund vier Millionen Euro Jahresmiete – nach geplanten Sanierungen könnten es bis zu 30 Millionen Euro Kaltmiete werden.
Die Verhandlungen über die Zukunft des Standorts liegen seit Mitte Mai auf Eis, wobei der Polizepräsident von den Gesprächen ausgeschlossen wurde. Innenminister Herbert Reul (CDU) besteht zwar auf den Erhalt des Gebäudes, lehnt aber überhöhte Sanierungskosten ab. Gleichzeitig wirft die Opposition im Landtag dem Finanzminister vor, die Mieten künstlich hochzutreiben, um Haushaltslücken zu schließen.
Reul kündigte kürzlich zusätzliche Mittel für die Polizeiinfrastruktur an, doch Kritiker wie der Bund der Steuerzahler halten dies für bloße Symbolpolitik. Der Polizepräsident hat die geplante Mieterhöhung abgelehnt und für einige Gebäude bereits Teilkündigungen erhalten. Konkrete Sanierungspläne oder Kostenschätzungen liegen jedoch vor dem Stichtag 2025 weiterhin nicht vor.
Während die Bedingungen im Wuppertaler Polizeigebäude weiter verfallen, arbeiten die Beamten in unsicheren Umgebungen. Mit ungelösten Mietstreitigkeiten und unklaren Sanierungsperspektiven bleibt die Zukunft des Standorts ungewiss. Nun sind das Innenministerium und die Finanzverwaltung gefordert, sowohl die baulichen Mängel als auch die finanziellen Konflikte zu klären.






