05 June 2026, 14:35

"Vengeance – Mord in der Heide": Ein dramatischer Blick auf die britische Sikh-Gemeinschaft

'Vengeance: Mord auf der Heide' - Schöpferin Aysha Rafaele klagt über mangelnde Fortschritte in der Darstellung von Schwarzen und britischen Asiaten im Fernsehen seit Adeel Akhtar bei 'Mord durch meinen Vater' einen BAFTA-Gewinn errungen hat

"Vengeance – Mord in der Heide": Ein dramatischer Blick auf die britische Sikh-Gemeinschaft

Neue Channel-4-Dramaserie: „Vengeance – Mord in der Heide“ feiert am Sonntag Premiere

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Unter der Regie der vierfachen BAFTA-Preisträgerin Aysha Rafaele erzählt der Film die Geschichte des sogenannten „Honeytrap-Mords“ an Gagandip Singh im Jahr 2013. Rafaele bezeichnet das Projekt als einen frischen Blick auf die britische Sikh-Gemeinschaft – fernab gängiger Medienklischees.

Für „Vengeance“ übernahm Rafaele nicht nur die Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch und produzierte den Film. Sie sieht in Singhs Schicksal eine komplexe Geschichte, in der jede Figur zugleich Täter und Opfer ist. Ihr Ziel war es, überholte Darstellungen asiatischer Frauen als passiv oder asiatischer Männer als eindimensionale „Musterschüler“ zu überwinden.

Nach Adeel Akhtars BAFTA-Sieg 2017 hatte Rafaele auf schnellere Fortschritte bei der Vielfalt auf dem Bildschirm gehofft. Da sich die Veränderungen jedoch zögerten, entschied sie sich, selbst Projekte zu entwickeln, die authentischere und facettenreichere Geschichten erzählen. Ihr vorheriger Film „Dirty Business“ – ein Drama über den Wasser- und Abwasserskandal – brachte Stars wie David Thewlis, Jason Watkins und Posy Sterling auf die Leinwand.

Um die Produktion zu beschleunigen, präsentiert Rafaele ihre Ideen direkt den Dokumentationsteams statt den Drama-Redaktionen. Zwar sind die Budgets knapper, doch schätzt sie die kreative Freiheit, die dieser Weg bietet.

„Vengeance“ läuft am Sonntagabend auf Channel 4. Das Drama markiert einen weiteren mutigen Schritt in Rafaeles Karriere, die sich durch die Verbindung von faktenreicher Tiefe und packendem Storytelling auszeichnet. Ihr Fokus bleibt darauf, unterrepräsentierte Stimmen einem breiten Publikum näherzubringen.

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