02 April 2026, 14:05

Thüringen kämpft mit Pilotprojekt gegen digitale sexualisierte Gewalt an Schulen

Eine Karte von Australien mit rot schattierten Regionen, die den Prozentsatz von Minderjährigen in jedem Bundesstaat angeben, begleitet von einem Text, der unten steht: "Minderjährige können wegen einvernehmlichen Sex auf die Sex-Täter-Liste gesetzt werden."

Thüringen kämpft mit Pilotprojekt gegen digitale sexualisierte Gewalt an Schulen

Dreijähriges Pilotprojekt in Thüringen: Kampf gegen digitale sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen

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Ein dreijähriges Pilotprojekt in Thüringen hat sich mit digitaler sexualisierter Gewalt unter jungen Menschen auseinandergesetzt. Unter der Leitung von Yasmina Ramdani erreichten die Workshops etwa 5.000 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 8. Die Initiative war die erste ihrer Art in Deutschland und wurde vom Landesjugendamt finanziell unterstützt.

Ziel des Projekts war es, die Jugendlichen über Online-Risiken aufzuklären – darunter Cyber-Grooming und Grenzverletzungen in Gruppenchats. Studien des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit zeigen, dass fast die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland bereits mit einer Form digitaler sexualisierter Gewalt konfrontiert war. 2025 gab fast jedes vierte Kind an, allein Cyber-Grooming erlebt zu haben.

Obwohl das Pilotprojekt offiziell beendet wurde, könnte es aufgrund der großen Nachfrage nach den Sommerferien 2026 wiederaufgenommen werden. Öffentliche Aufzeichnungen darüber, wie viele Schulen bundesweit seitdem ähnliche Programme eingeführt haben, existieren nicht. Expertinnen und Experten betonten zudem, dass auch Eltern ihr eigenes Verhalten reflektieren müssten, um solche Vorfälle zu verhindern.

Fachleute wiesen darauf hin, dass Präventionsarbeit deutlich kostengünstiger ist als die Bewältigung der langfristigen Folgen digitalen Missbrauchs. Viele Fälle ereignen sich innerhalb von Freundeskreisen oder Klassenchats, was die Bedeutung von Aufklärung noch unterstreicht.

Das Thüringer Projekt setzte einen Maßstab für schulbasierte Prävention in ganz Deutschland. Die mögliche Rückkehr 2026 zeigt, wie dringend weiterhin Aufklärung über digitale Sicherheit nötig ist. Ohne eine flächendeckende Umsetzung könnten Tausende Schülerinnen und Schüler weiter dem Risiko sexualisierter Online-Gewalt ausgesetzt bleiben.

Quelle