06 June 2026, 12:04

Südwestfalens Wälder im Kampf gegen Klimawandel und Borkenkäferplagen

Ein Skript für den Wald der Zukunft

Südwestfalens Wälder im Kampf gegen Klimawandel und Borkenkäferplagen

Neues Projekt kämpft gegen schwere Waldschäden in Südwestfalen – einer der am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands

Die Initiative ReForm-regioWald bringt Expert:innen zusammen, um nachhaltige Strategien zur Wiederaufforstung zu entwickeln. Ihr Ziel: ein widerstandsfähiges, multifunktionales Waldmodell, das Ökologie und Ökonomie in Einklang bringt.

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Die Wälder Südwestfalens leiden unter den Folgen des Klimawandels, Borkenkäferplagen und extremen Wetterereignissen. Seit dem 19. Jahrhundert angepflanzte Fichten-Monokulturen haben die Region besonders anfällig für Stürme und Schädlinge gemacht. Bodenuntersuchungen zeigen alarmierende Versauerung – an manchen Stellen sinkt der pH-Wert bis auf 3.

Auch übermäßiger Wildbestand gefährdet junge Bäume und bremst die natürliche Regeneration. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, trafen sich 86 Vertreter:innen aus verschiedenen Bereichen, um über Wiederaufforstung und mögliche Kompromisse zu beraten. Die Gruppe will maßgeschneiderte Lösungen für die Region entwickeln, die die Wälder gegen künftige Bedrohungen stärken.

Leiter des Projekts ist Prof. Dr. Harald Laser vom Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen. Sein Team konzentriert sich auf praktische Maßnahmen, um geschädigte Flächen wiederherzustellen und gleichzeitig langfristige Nachhaltigkeit zu sichern.

ReForm-regioWald will die Wälder Südwestfalens in ein robustes, anpassungsfähiges Ökosystem verwandeln. Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung mit lokalem Know-how soll das Projekt Risiken durch Schädlinge, Wetterextreme und schlechte Bodenverhältnisse verringern. Bei Erfolg könnte es als Vorbild für andere geschädigte Waldregionen in Deutschland dienen.

Quelle