"Stranger Dogs": Wie eine brasilianische Stadt Hunde mit Netflix-Hype vermittelt
Lara Lange"Stranger Dogs": Wie eine brasilianische Stadt Hunde mit Netflix-Hype vermittelt
Eine brasilianische Stadt setzt auf Popkultur, um die Überpopulation von Straßenhunden zu bekämpfen
Das Tierschutzdepartment (DPA) von Caxias do Sul startete eine virale Kampagne namens "Stranger Dogs", die adoptierbare Welpen als Figuren aus der Netflix-Serie "Stranger Things" in Szene setzt. Seit dem Start 2023 konnten so bereits 1.247 Hunde in neue Häuser vermittelt werden.
Die Aktion kam genau zum richtigen Zeitpunkt: als weltweit die Vorfreude auf die finale Staffel von "Stranger Things" ihren Höhepunkt erreichte. Gezielt an junge Zielgruppen und Popkultur-Fans gerichtet, nutzt die Kampagne KI, um Fotos der Welpen in Porträts ihrer Serien-Vorbilder zu verwandeln. Auf dem Instagram-Account des DPA werden die Hunde mit Sprüchen wie "Direkt aus dem Upside Down! Diese Kleinen warten auf ein Zuhause!" präsentiert.
Die etwa 50 Tage alten, mittelgroßen Welpen tragen die Namen ihrer fiktiven Pendants – einer von ihnen, Will, wurde bereits adoptiert. Die Stadtverwaltung garantiert zudem, dass alle vermittelten Tiere im richtigen Alter kastriert oder sterilisiert werden.
Für das DPA ist dies nicht der erste kreative Ansatz: Die Behörde macht landesweit mit innovativen Vermittlungsaktionen auf sich aufmerksam, die auf frische Ideen setzen, um Tiere und potenzielle Halter zusammenzubringen.
Die "Stranger Dogs"-Initiative zeigt bereits Wirkung –1.247 Adoptionenwurden bisher registriert. Durch die Kombination vonKI, Social Media und einer Kultseriebietet die Kampagne einen neuen Weg, die Zahl der Straßenhunde zu verringern. Die Stadt beobachtet weiterhin die langfristigen Auswirkungen des Programms auf denlokalen Tierschutz*.