Sprengstoffanschlag im ICE: Politiker fordern strengere Bahn-Sicherheitskontrollen
Niklas NeumannSprengstoffanschlag im ICE: Politiker fordern strengere Bahn-Sicherheitskontrollen
Ein Mann zündete am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen Sprengkörper in einem ICE-Zug. Bei dem Vorfall erlitten mindestens zwölf Menschen leichte Verletzungen, was erneut Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Schienenverkehr aufkommen ließ. Nun fordern Politiker strengere Kontrollen, um weitere Anschläge zu verhindern.
Der Angriff ereignete sich, als der Verdächtige Sprengsätze zur Explosion brachte und Passagiere bedrohte. Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort, doch der Vorfall hat die Forderungen nach verschärften Sicherheitsmaßnahmen weiter verstärkt.
Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, warnte, dass Bahnreisen zunehmend gefährlicher würden. Die aktuelle Situation bezeichnete er als untragbar und forderte sofortiges Handeln.
Stracke schlug vor, flughafenähnliche Sicherheitskontrollen vor dem Einstieg in Züge einzuführen. Zudem regte er an, den Zugang zu Bahnsteigen ausschließlich Fahrgästen mit gültigem Ticket zu gestatten. Sein Plan sieht vor, zunächst an besonders gefährdeten Bahnhöfen mit hoher Kriminalitätsrate zu beginnen.
Bereits im Januar hatte die Deutsche Bahn einen Notfallplan zur Verbesserung der Sicherheit angekündigt. Dazu gehörten mehr Sicherheitsstreifen und ein Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen. Doch der Anschlag vom Donnerstag hat die Debatte neu entfacht, ob diese Maßnahmen ausreichen.
Der Vorfall setzt die Behörden unter Druck, den Schutz für Fahrgäste und Bahnmitarbeiter zu verstärken. Strackes Vorschläge, darunter gestaffelte Sicherheitskontrollen, könnten langfristig den Zugang zu Zügen verändern. Während die Ermittlungen zum Anschlag weiterlaufen, prüfen die Verantwortlichen weitere Schritte.






