Solingens Notfallseelsorge wird 30: Drei Jahrzehnte "Erste Hilfe für die Seele"
Lea WagnerSolingens Notfallseelsorge wird 30: Drei Jahrzehnte "Erste Hilfe für die Seele"
Solingens Notfallseelsorge feiert nächstes Jahr 30-jähriges Jubiläum
Das Team unter der Leitung von Koordinatorin Simone Henn-Pausch bietet Betroffenen nach traumatischen Ereignissen emotionale Unterstützung. Häufig geht es um gescheiterte Wiederbelebungsversuche oder Suizide – eine Art „Erste Hilfe für die Seele“, wie viele es nennen.
Seit dem 1. Januar 1999 ist Henn-Pausch als Koordinatorin tätig. In dieser Zeit hat sie ein zuverlässiges Netzwerk mit rund 50 geschulten Ehrenamtlichen aufgebaut. Der Dienst, getragen von der katholischen und evangelischen Kirche, wird jährlich zu etwa 100 Einsätzen gerufen.
Henn-Pausch vereint in ihrer Arbeit einzigartige Kompetenzen: Als ausgebildete Theologin, Rettungssanitäterin, Traumatherapeutin und evangelische Predigerin sorgt sie dafür, dass das Team auf Krisensituationen bestens vorbereitet ist. Für ihr Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter 2005 mit der „Großen Goldenen Nadel“ der Solinger Feuerwehr und 2015 mit dem „Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber“.
Auch die Gemeinschaft steht hinter dem Angebot. Ein eigens gegründeter Verein unterstützt die Finanzierung der Notfallseelsorge und sichert so deren Fortbestand. Kürzlich wurde Henn-Pausch für 25 Jahre im Amt geehrt.
Die meisten Einsätze (80 Prozent) betreffen gescheiterte Reanimationsversuche, weitere zehn Prozent Suizide. Die Arbeit des Teams zeigt, wie wichtig die Begleitung sowohl für Einsatzkräfte als auch für betroffene Angehörige ist.
Das 30-jährige Jubiläum im kommenden Jahr würdigt Jahrzehnte des einfühlsamen Dienstes. Henn-Pausch und ihr Team bleiben eine unverzichtbare Stütze für Solingen – sie bieten Halt in Momenten der Krise und sorgen dafür, dass emotionale Unterstützung immer da ist, wenn sie am dringendsten gebraucht wird.






