Solingen wählt: Warum diese EU-Wahl die Stadt besonders betrifft
Solingens 113.331 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger gehen am 9. Juni an die Urnen, um das nächste EU-Parlament zu wählen. In diesem Jahr gibt es eine Premiere: 2.685 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren dürfen erstmals mit abstimmen. Gewählt werden kann entweder vor Ort oder per Briefwahl – Anträge für die Briefwahl sind noch bis zum 7. Juni, 18:00 Uhr, möglich.
Die Einflussnahme der EU prägt den Alltag in Solingen in vielfältiger Weise. Entscheidungen der Europaabgeordneten haben etwa zum Verbot von Einwegverpackungen oder zur Abschaffung der Roaminggebühren innerhalb der Mitgliedstaaten geführt. Doch nicht nur durch Regularien wirkt die EU auf die Stadt ein: Milliarden an EU-Fördergeldern haben Solingen in den vergangenen Jahren verändert.
Über acht Millionen Euro sind aus verschiedenen EU-Programmen nach Solingen geflossen. Dazu zählen etwa die Neugestaltung der Düsseldorfer Straße und des Marktplatzes in Ohligs, die mit 2,3 Millionen Euro unterstützt wurden. Weitere 340.000 Euro flossen in die Umgestaltung von Schulhöfen, bei der versiegelte Flächen entfernt und mehr Grünflächen geschaffen wurden. Auch das Projekt „Baumkonzept Solingen“ erhielt 400.000 Euro – dank dieser Mittel wurden mehr als 100 neue Bäume gepflanzt.
Die EU fördert zudem junge Menschen in der Stadt. Mitfinanzierte Ausbildungsprogramme sollen die Jugendarbeitslosigkeit senken und die langfristigen Berufschancen verbessern. Bei dieser Wahl werden 9.437 Erstwähler ihre Stimme abgeben – darunter auch die neu wahlberechtigten 16- und 17-Jährigen.
Die anstehende Wahl entscheidet, wer Solingen in den nächsten fünf Jahren im EU-Parlament vertritt. Da die EU sowohl lokale Projekte finanziert als auch Politiken gestaltet, die den Alltag beeinflussen, wird das Ergebnis nicht nur die Zukunft der Stadt, sondern auch ihre Verbindung zu Europa prägen. Anträge für die Briefwahl sind noch bis zum 7. Juni, 18:00 Uhr, möglich, die Wahllokale öffnen am Wahlsonntag.






