Solingen kämpft gegen schwimmunkundige Grundschüler – und sucht dringend Lösungen
Lea WagnerSolingen kämpft gegen schwimmunkundige Grundschüler – und sucht dringend Lösungen
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sichere Schwimmkenntnisse
Die wachsende Zahl von Grundschülern in Solingen, die nicht sicher schwimmen können, ist besorgniserregend. Ursachen sind der begrenzte Zugang zu Schwimmbädern, Personalmangel und die anhaltenden Folgen der Pandemie. Nun suchen Stadtverantwortliche und Pädagogen nach Lösungen, bevor noch mehr Kinder in Gefahr geraten.
Schwimmunfähigkeit erhöht das Ertrinkungsrisiko bei Kindern deutlich – ein Problem, das sich jährlich in Unfällen wegen mangelnder Schwimmfähigkeiten zeigt. Experten betonen, dass frühzeitiger und verlässlicher Schwimmunterricht solche Tragödien verhindern und gleichzeitig das Selbstvertrauen sowie die körperliche Aktivität fördern kann.
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat schlägt vor, Schwimmhelfer einzustellen, um den Unterricht zu verbessern. Diese könnten Lehrkräfte entlasten, kleinere Gruppen betreuen und in überfüllten oder leistungsheterogenen Klassen individuelle Förderung bieten. Der Solinger Sportbund schätzt, dass rund 75.000 Euro pro Jahr ausreichen würden, um an allen Schulformen flächendeckend Unterstützung zu gewährleisten.
Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, das Konzept zu prüfen – einschließlich früherer Erfahrungen mit Schwimmhelfern und der Möglichkeit einer dauerhaften Finanzierung. Auch externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten helfen, doch deren Wirkung und Reichweite bleiben ungewiss.
Mit dem Vorstoß für Schwimmhelfer will Solingen sicherstellen, dass jedes Kind grundlegende Fähigkeiten zur Wassersicherheit erwirbt. Bei einer Umsetzung könnte das Vorhaben das Ertrinkungsrisiko senken und die Schwimmausbildung in der gesamten Stadt verbessern. Der nächste Schritt hängt nun von der Bewertung der Verwaltung und der Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel ab.






