31 May 2026, 10:05

Sicherheitskampagne gegen tödliche Stromunfälle am Arbeitsplatz gestartet

Arbeitssicherheit hat im E-Handwerk absolute Priorität - ZVEH und BG ETEM schließen Branchenübereinkommen

Sicherheitskampagne gegen tödliche Stromunfälle am Arbeitsplatz gestartet

Neue Sicherheitsoffensive soll Stromunfälle in Deutschland reduzieren

In Deutschland ist eine neue Sicherheitskampagne gestartet, um Stromunfälle zu verringern. Die Initiative folgt auf 4.492 Vorfälle im Jahr 2023, darunter drei tödliche Arbeitsunfälle durch Stromschläge. Nun haben sich zwei große Branchenverbände zusammengeschlossen, um die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften konsequenter durchzusetzen.

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Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 4.492 Stromunfälle am Arbeitsplatz registriert. Bei 562 davon fielen Betroffene mindestens drei Arbeitstage aus, drei endeten tödlich. Die Ermittlungen ergaben, dass jeder Unfall darauf zurückzuführen war, dass mindestens eine der fünf grundlegenden Sicherheitsregeln missachtet wurde.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), der 48.225 Unternehmen der Elektro- und IT-Branche vertritt, hat sich mit der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM), dem gesetzlichen Unfallversicherungsträger für vier Millionen Beschäftigte, zusammengetan. Gemeinsam unterzeichneten sie eine branchenweite Vereinbarung, um die strikte Befolgung der Sicherheitsvorschriften voranzutreiben. Martin Böhm, Vizepräsident des ZVEH, betonte die Bedeutung erprobter Regeln in risikoreichen Berufen.

Jörg Botti, Vorstandsvorsitzender der BG ETEM, bezeichnete unsichere Arbeitsbedingungen als inakzeptabel und warnte, dass sie tödlich enden können. Die Organisation plant, das Bewusstsein für die Gefahren durch Online-Marketing und Kooperationen mit Influencern zu schärfen. Ziel ist es, die jährlich rund 4.000 gemeldeten Stromunfälle deutlich zu reduzieren.

Die Kampagne richtet sich an Beschäftigte und Arbeitgeber in den etwa 200.000 Mitgliedsunternehmen. Durch die konsequente Umsetzung der fünf Sicherheitsregeln wollen die Verbände künftige Unfälle verhindern. Der Vorstoß erfolgt nach einem Jahr, in dem jede registrierte Stromverletzung auf die Nichteinhaltung der Vorschriften zurückging.

Quelle