Schwere Verstöße in Hotels und Gastronomie: Mindestlohn und illegale Beschäftigung aufgedeckt
Niklas NeumannSchwere Verstöße in Hotels und Gastronomie: Mindestlohn und illegale Beschäftigung aufgedeckt
Bei jüngsten Kontrollen haben deutsche Behörden in mehreren Betrieben Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsrecht aufgedeckt. Im Fokus standen Unternehmen der Hotel- und Gastronomiebranche, wo die Einhaltung des Mindestlohns weiterhin ein zentrales Problem darstellt.
Insgesamt wurden vier Betriebe überprüft, wobei die Daten von 156 Beschäftigten geprüft wurden. Davon gerieten 24 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer näher unter die Lupe. Die Ermittler stellten fest, dass 12 Personen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland lebten. In sieben dieser Fälle wird zudem der Missbrauch von Sozialleistungen vermutet.
Vier Verdachtsfälle auf Verstöße gegen den Mindestlohn wurden dokumentiert. Dieser beträgt seit dem 1. Januar 2025 12,82 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Fällen gab es Hinweise auf vorenthaltene Löhne und die Veruntreuung von Arbeitsentgelt.
Drei Arbeitgeber hatten es versäumt, neu eingestellte Mitarbeiter wie gesetzlich vorgeschrieben bei den Behörden zu melden. Die Hotel- und Gastronomiebranche wurde gezielt ausgewählt, da sie über eine große Belegschaft verfügt und immer wieder mit Problemen bei der Lohncompliance auffällt.
Die Kontrollen förderten eine Mischung aus illegaler Beschäftigung, Lohnverstößen und Sozialbetrug zutage. Die Behörden beobachten weiterhin besonders Branchen, in denen Unterbezahlung und Schwarzarbeit verbreitet sind. Mit weiteren Ermittlungen in den aufgedeckten Fällen ist zu rechnen.






