Ryan Gosling löst mit Lachanfällen bei SNL eine alte Debatte aus
Die langjährige Debatte darüber, ob man bei Saturday Night Live in der Rolle bleiben sollte, ist nach jüngsten Vorfällen mit Ryan Gosling wieder aufgeflammt. Der Schauspieler, der die Show am 7. März 2023 zum vierten Mal moderierte, hatte Mühe, in einem Sketch ein ernstes Gesicht zu bewahren – und erntete dafür Kritik vom ehemaligen Ensemble-Mitglied Kevin Nealon. Nealon, der für seine disziplinierte Haltung während seiner neunjährigen Zeit bei SNL bekannt ist, hat sich öffentlich gegen Stars ausgesprochen, die während der Live-Sendung die Fassung verlieren.
Der aktuelle Streit begann, als Gosling und seine Co-Star Ashley Padilla im Passing Notes-Sketch am 7. März mehrfach in Gelächter ausbrachen. Kein Einzelfall: Schon in früheren Sketchen wie Wedding Tradition oder Cyclops hatte Gosling Schwierigkeiten, sich zu beherrschen. Einen Tag später nahm er in der Today-Show zu seinem Ruf Stellung und gab zu, dass er während Auftritten oft lachen müsse.
Nealon, der von 1986 bis 1995 bei SNL mitwirkte, nutzte die Plattform X, um seine Missbilligung auszudrücken. Er behauptete, während seiner Zeit bei der Show nie die Rolle verlassen zu haben, und kritisierte Kollegen, die das tun. Seine Haltung deckt sich mit der von SNL-Gründer Lorne Michaels, der solche Unterbrechungen angeblich ablehnt.
Das Thema ist nicht neu. In einem berühmten Sketch aus dem Jahr 1990 spielten Nealon, Chris Farley und Patrick Swayze vor, um bei den Chippendales aufgenommen zu werden – ohne auch nur einmal aus der Rolle zu fallen. Dieser Moment gilt bis heute als Maßstab für Professionalität unter den Ensemble-Mitgliedern.
Goslings wiederholtes Lachen in Sketchen hat die Diskussion über Disziplin bei Live-Auftritten neu entfacht. Während manche Zuschauer diese Momente charmant finden, empfinden andere – wie Nealon – sie als unprofessionell. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Meinungen darüber sind, wie viel Platz Spontanität in der Live-Comedy einnehmen sollte.






