20 April 2026, 12:05

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen und Markt dominieren

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung.

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen und Markt dominieren

Die Rheinische Post hat Pläne bekannt gegeben, die westfälischen Zeitungen sowie deren digitale Plattformen zu übernehmen. Dieser Schritt, der Anfang März bekannt wurde, markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer stärkeren Medienkonzentration in Deutschland. Sollte die Übernahme genehmigt werden, würde sie die regionale Zeitungslandschaft grundlegend verändern.

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Die geplante Akquisition würde die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen machen. Das Bundeskartellamt, das für die Prüfung solcher Fusionen zuständig ist, konzentriert sich dabei ausschließlich auf die Marktauswirkungen – insbesondere auf Leserzahlen und Wettbewerb im Anzeigengeschäft. Eine Bewertung, wie sich solche Deals auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser auswirken könnten, findet nicht statt.

Diese Übernahme ist Teil eines branchenweiten Trends, bei dem kleinere Verlage zunehmend von größeren Medienkonzernen aufgekauft werden. Die Rheinische Post hat noch keinen Zeitplan für den Abschluss des Kaufs veröffentlicht, doch die regulatorische Prüfung wird entscheiden, ob das Geschäft zustande kommt.

Falls die Übernahme vollzogen wird, würde sie die Reichweite der Rheinische Post in der Region deutlich ausbauen. Die Entscheidung des Bundeskartellamts wird sich allein an den Marktfolgen orientieren, nicht an redaktionellen Bedenken. Das Ergebnis könnte Präzedenzcharakter für künftige Medienfusionen in Deutschland haben.

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