17 June 2026, 16:08

Revolution in der Medizin: Automatisierte Stammzelltherapien durch Projekt "RauPE"

Innovationsschub für die Biotechnologie in NRW

Revolution in der Medizin: Automatisierte Stammzelltherapien durch Projekt "RauPE"

Neues Projekt „RauPE“ soll Produktion von Stammzelltherapien automatisieren

Ein neues Vorhaben mit dem Namen „RauPE“ zielt darauf ab, die Herstellung von Stammzelltherapien zu automatisieren – und so Behandlungen für eine große Zahl von Patientinnen und Patienten zugänglicher und erschwinglicher zu machen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung skalierbarer, hochwertiger Produktionsprozesse.

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Das auf drei Jahre angelegte Projekt startet im Juli 2024 und wird über das EFRE.NRW-Programm finanziert, das vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union getragen wird.

Drei Partner sind beteiligt: das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, die BioThrust GmbH und das Universitätsklinikum Essen. Gemeinsam bringen sie Expertise in den Bereichen medizinische Biotechnologie, Bioverfahrens- und Automatisierungstechnik ein.

Ein zentrales Ziel ist der Aufbau einer robusten, automatisierten Expansionsplattform. Diese nutzt den membranbasierten Rührbioreaktor von BioThrust, um extrazelluläre Vesikel (EVs) effizient herzustellen. EVs sind empfindliche Partikel, die bei der Behandlung degenerativer und krebsbedingter Erkrankungen eingesetzt werden.

Das Fraunhofer IPT wird den gesamten EV-Herstellungsprozess in seine AUTOSTEM-Laborplattform integrieren. Ziel ist es, ein skalierbares Verfahren für die Produktion von ciMSC-EV-Präparaten zu entwickeln, das strenge medizinische Zertifizierungsstandards erfüllt. Die Membranreaktor-Kartuschen von BioThrust sollen zudem die Vermehrung sensibler Stammzellen verbessern.

Mit dem „RauPE“-Projekt sollen die Produktionskosten gesenkt und die Verfügbarkeit von Stammzelltherapien erhöht werden. Die automatisierte Plattform könnte die Herstellung dieser fortschrittlichen Behandlungen revolutionieren. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Forschungspartnern treibt diese Innovation voran.

Quelle