04 May 2026, 12:05

"Radikal Jung" feiert 20. Jubiläum mit feministischen Mythen und kollektivem Widerstand

Junge Mädchen sitzen in einem Theater und halten Scheren in der Hand, während sie sich unterhalten.

"Radikal Jung" feiert 20. Jubiläum mit feministischen Mythen und kollektivem Widerstand

Das Münchner Volkstheater zeigt die 20. Ausgabe von Radikal Jung

Das Münchner Volkstheater ist Gastgeber der 20. Ausgabe von Radikal Jung, einem Festival, das mutigen, experimentellen Aufführungen gewidmet ist. Das diesjährige Programm rückt junge Regisseure und immersive Werke in den Mittelpunkt – und weigert sich, Isolation als prägendes Erlebnis zu akzeptieren. Stattdessen fördert es gemeinsame, kollektive Momente unter den Besuchern.

Eröffnet wird das Festival mit Antigone in der Regie von Mikheil Charkviani und einer Bearbeitung von Roland Schimmelpfennig. Charkvianis Version deutet den antiken Mythos als feministischen Akt des Widerstands um und verwebt ihn mit modernen politischen Protesten und autoritären Machtkämpfen. Die Inszenierung setzt einen provokanten Ton für die gesamte Veranstaltung.

Eine fünfköpfige Jury wählte zwölf Produktionen für das diesjährige Programm aus. Das Festival präsentiert eine Mischung aus neu interpretierten Klassikern und frischen Adaptionen, wobei zeitgenössisches Drama diesmal fehlt. Die Stücke variieren in Form und Stil und garantieren so eine vielfältige Performance-Palette.

Zu den herausragenden Werken zählt Unruhe der Group Crisis, eine interaktive Aufführung, inspiriert von der mittelalterlichen Tanzwut. Sie verwischt die Grenze zwischen kollektiver Ekstase und erzwungener Grenzüberschreitung und macht das Publikum zu aktiven Teilnehmern. Der Fokus des Festivals auf Partizipation unterstreicht seinen Widerstand gegen passives Zuschauen.

Alle vorgestellten Regisseure sind unter 40 Jahre alt – ganz im Sinne der Tradition von Radikal Jung, das junge Talente fördert. Ihre Arbeiten brechen mit Konventionen, von politischen Neudeutungen bis hin zu immersiven Experimenten, und halten so den Geist des Festivals lebendig.

Das 20. Radikal-Jung-Festival findet im Münchner Volkstheater statt und setzt klar auf Teilhabe und Protest. Durch die Verbindung von Mythos, Geschichte und Publikumseinbindung schafft es einen Raum, in dem Theater zu einem gemeinsamen Akt des Widerstands wird. Das Engagement für junge Stimmen sichert seine anhaltende Relevanz in der experimentellen Performance-Kunst.

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