05 May 2026, 08:07

Peaches rockt Krems: Provokation, Schamhaar-Toupet und queere Rebellion

Eine Gruppe von Menschen bei der Pride Parade 2018, einige mit Musikinstrumenten und Mützen, die eine Regenbogenfahne tragen, während sie eine Straße mit Laternen, Bäumen, Schuppen und einem bewölkten Himmel entlanggehen.

Peaches rockt Krems: Provokation, Schamhaar-Toupet und queere Rebellion

Peaches macht seit 26 Jahren mutige, kompromisslose Musik, die queere Identität und weibliche Selbstbestimmung feiert. Ihr neues Album No Lube So Rude unterstreicht einmal mehr ihren Ruf als furchtlose Künstlerin. Ihr jüngster Auftritt beim Donaufestival in Krems war wie immer provokant und ungebändigt.

Die kanadische Musikerin betrat im Stadtsaal Krems mit ihrer typischen rebellischen Haltung die Bühne. Während des Konzerts klebte sie sich einen Schamhaar-Toupet über die Brustwarzen – eine Geste, die bewusst schockieren sollte. Irgendwann flog sogar ein nicht identifizierbares Körperteil auf die Bühne, was die rohe Energie des Abends noch steigerte.

Ihre Texte thematisieren direkt Sex, Selbstbestimmung und körperliche Lust. Mit begeisternder Vehemenz vorgetragen, lehnen sie Scham ab und feiern individuelle Freiheit. Die Reaktionen des Publikums waren gemischt: Ein älterer Mann in der Nähe wirkte zunächst verwirrt, ließ sich dann aber von der ungefilterten Energie der Performance mitreißen.

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Peaches ist seit Langem eine Vorreiterin für LGBTQ+-Sichtbarkeit in der Popmusik. Seit ihrem Debüt im Jahr 2000 nutzt sie explizite, bejahende Sprache, um Normen herauszufordern. Mittlerweile als „postmenopausale Queer-Ikone“ beschrieben, bricht sie weiterhin tabulos Grenzen auf.

Der Auftritt in Krems ließ keinen Zweifel an Peaches’ anhaltendem Einfluss. Ihre Musik bleibt ein Aufruf zu Selbstausdruck und körperlicher Autonomie. Mit No Lube So Rude beweist sie, dass Widerstand und Freude Hand in Hand gehen können.

Quelle