Paris Jackson kämpft um Transparenz im Erbe ihres Vaters Michael Jackson
Leni HerrmannParis Jackson kämpft um Transparenz im Erbe ihres Vaters Michael Jackson
Ein Rechtsstreit um die Verwaltung des Nachlasses von Michael Jackson, der sich seit 17 Jahren in der Nachlassabwicklung befindet, ist eskaliert. Seine Tochter Paris Jackson stellt die Testamentsvollstrecker John Branca und John McClain wegen mangelnder Transparenz und unzureichender finanzieller Rechenschaftslegung infrage. Der Konflikt entzündet sich zu einem Zeitpunkt, an dem die Veröffentlichung eines Biopics über den verstorbenen Popstar mit dem Titel Michael bevorsteht.
Der Nachlass von Michael Jackson ist seit seinem Tod im Jahr 2009 nicht abschließend geregelt – zurück blieben drei Kinder: Prince, Paris und Bigi. Branca und McClain, die zugleich als Testamentsvollstrecker fungieren, sehen sich zunehmend der Kritik der Familie ausgesetzt. Paris Jackson fordert seit Langem klarere Aufzeichnungen und schnellere Berichterstattung über die Ausgaben.
Der anstehende Film Michael soll das Erbe des Sängers wiederherstellen und Einnahmen für seine Erben generieren. In der Hauptrolle ist Jaafar Jackson, ein Neffe Michael Jacksons, zu sehen, während Colman Domingo und Nia Long seine Eltern verkörpern. Miles Teller spielt Branca, den langjährigen Anwalt des Nachlasses. Doch Paris Jackson hat den Film bereits als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" kritisiert.
Im März warfen die Anwälte des Nachlasses Paris in einer Gerichtseinreichung vor, sie inszeniere "Boulevard-Fotoauftritte" und "stolziere in Verhandlungsräume". Trotz der Spannungen billigte ein Richter kürzlich einen Zeitplan für die Vorlage der Ausgabenberichte. Branca und McClain haben nun bis April 2027 Zeit, ihre Abrechnung für das Jahr 2025 vorzulegen.
Paris und ihre Geschwister setzen sich weiterhin für eine strengere Kontrolle ein. In ihrer Petition fordern sie aktuellere Informationen und mehr finanzielle Klarheit von den Nachlassverwaltern.
Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Jacksons Kindern und den Verwaltern des Nachlasses. Mit der bevorstehenden Veröffentlichung des Biopics bleibt die rechtliche Auseinandersetzung um Transparenz und Finanzen vorerst ungelöst. Die nächste Frist für die Rechenschaftslegung ist auf 2027 festgelegt – die Sorgen der Familie bleiben damit vorerst unbeantwortet.






