30 April 2026, 08:06

Operettenwettbewerb ohne Großen Preis – ein Zeichen des Wandels in der Musiktheaterszene

Plakat für das Moskauer Theaterfestival 1935 mit einer Person vor einem Vorhang mit Text zu Festivaldetails

Operettenwettbewerb ohne Großen Preis – ein Zeichen des Wandels in der Musiktheaterszene

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller ohne Großen Preis zu Ende gegangen

Zum zweiten Mal in seiner Geschichte – das erste Mal war 2006 – wurde beim 10. Internationalen Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaltheater-Künstler kein Großer Preis vergeben. Über hundert Bewerber aus russischen Städten sowie aus Minsk und Taschkent nahmen in diesem Jahr an dem Wettbewerb teil.

Eine bemerkenswerte Veränderung zeigte sich in der Ausrichtung der Veranstaltung: Erstmals überstieg in fast allen vorherigen Ausgaben die Zahl der Operettenbeiträge die der Musicals. Studierende führender Musikakademien, die in der Regel in klassischer Hochkultur ausgebildet werden, präsentierten Arien von Donizetti, Rossini und Mozart. Ihre Teilnahme unterstrich die anhaltende Faszination der Operette als klassische Gattung. Jurymitglied Georgi Isaakjan lobte die "wahren Offenbarungen" unter den Operettenaufführungen und betonte, wie wichtig es sei, dass Künstler durch frische künstlerische Ausdrucksformen eine Verbindung zum Publikum herstellen.

Das Abschlussgala-Konzert vereinte Finalisten und etablierte Stars des Musiktheaters und wurde in ganz Russland übertragen. Anders als in den Vorjahren wurden in dieser Ausgabe ungewöhnlich viele Preise vergeben, darunter Sonderauszeichnungen, die nach legendären Persönlichkeiten der Branche benannt waren.

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Der langjährige Teilnehmer Maxim Isaakowitsch beobachtete eine Veränderung in der Dynamik des Wettbewerbs: Sowohl die wachsende Zahl der Teilnehmenden als auch die zunehmende Dominanz des Musicals über die Operette fielen ihm auf. Er beschrieb die Veranstaltung als professionell bewegend, voller unerwarteter Höhepunkte – teils beeindruckend, teils weniger gelungen.

Das Ergebnis des Wettbewerbs spiegelt seinen Wandel wider: Während die Operette wieder an Bedeutung gewinnt, bleibt das Musical einflussreich. Ohne die Vergabe eines Großen Preises lag der Fokus stattdessen auf einer breiteren Streuung der Auszeichnungen. Die Reichweite der Veranstaltung – von Russland bis zu internationalen Teilnehmenden – unterstreicht ihre Rolle bei der Prägung der nächsten Generation von Operetten- und Musicaldarstellern.

Quelle