"One Billion Rising": Weltweiter Tanzprotest gegen Gewalt an Frauen erreicht Deutschland
Lea WagnerTanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - "One Billion Rising": Weltweiter Tanzprotest gegen Gewalt an Frauen erreicht Deutschland
Weltweite Proteste gegen Gewalt an Frauen: "One Billion Rising" geht diese Woche in die nächste Runde
Im Rahmen der Kampagne One Billion Rising finden diese Woche weltweit Aktionen gegen Gewalt an Frauen statt. Die Bewegung wurde 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen und macht auf die erschütternde Statistik aufmerksam, dass jede dritte Frau in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. In diesem Jahr verbreiten sich die Proteste auch in Deutschland – allein in Nordrhein-Westfalen gibt es in über 30 Städten Demonstrationen.
Der Name der Kampagne bezieht sich auf die geschätzte eine Milliarde Frauen und Mädchen weltweit, die von Gewalt betroffen sind. Tanzproteste sind zu einem zentralen Element geworden: Durch Bewegung fordern die Teilnehmenden gesellschaftlichen Wandel. In Deutschland beteiligen sich 141 Orte an den Aktionen, darunter Großstädte wie Duisburg und Detmold.
Das diesjährige Motto in Siegburg – "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" – lenkt den Fokus auf das Thema Einverständnis, insbesondere in feierlichen Zeiten. Die Organisator:innen rufen zudem dazu auf, Tanzvideos zum Kampagnenlied Women on Fire aufzunehmen, die in eine globale Videocollage einfließen sollen. Sozialen Medien kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Sie ermöglichen es Aktivist:innen, grenzüberschreitend zu mobilisieren.
Während die meisten gemeldeten Veranstaltungen in Europa stattfinden, inspiriert die Kampagne weiterhin lokale Initiativen auf der ganzen Welt. Jede Kundgebung verbindet performative Elemente mit politischen Forderungen – etwa nach besseren Schutzmaßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Die One Billion Rising-Proteste dauern noch bis Ende Februar an, mit tausenden erwarteten Teilnehmenden. Durch Tanzdemonstrationen, Videoeinreichungen und öffentliche Kundgebungen soll das Thema Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Bewusstsein bleiben. Die Organisator:innen hoffen, dass der kollektive Einsatz Regierungen und Gemeinschaften dazu bringt, konkrete Schritte für Veränderung einzuleiten.
Die Kampagne 'Germany's One Billion Rising 2026' wächst mit 19.000 Teilnehmern und bestätigter zweitem Aktionsdatum
Die One Billion Rising-Kampagne in Deutschland hat die Erwartungen mit 19.000 Teilnehmern in 158 Städten an ihrem ersten Aktionsdatum (14.02.2026) übertroffen. Berichte von 97 Standorten bestätigen den Umfang dieser Jahresinitiative 'Frauen in Flammen – Ni una menos'. Eine zweite landesweite Aktion ist nun für den 30.07.2026 geplant, um den Schwung der globalen Anti-Gewalt-Bewegung aufrechtzuerhalten.






