Nur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki nach elf Jahren im Amt
Niklas NeumannNur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki nach elf Jahren im Amt
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Unzufriedenheit unter Kölner Bürgern mit der Amtsführung von Kardinal Rainer Maria Woelki. Nach elf Jahren im Amt bewerten nur noch drei Prozent der Einwohner seine Arbeit positiv. Die Ergebnisse, die für die Kirche als Katastrophe gewertet werden, veröffentlichte der Kölner Stadt-Anzeiger.
Das Forsa-Institut führte die repräsentative Befragung durch und deckte dabei deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen auf. Unter den 16- bis 29-Jährigen zeigte sich nicht ein einziger Befragter zufrieden mit Woelkis Führung. In der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen lag die Zustimmung bei lediglich fünf Prozent, während sechs Prozent der über 60-Jährigen eine positive Bewertung abgaben.
Insgesamt gaben 83 Prozent der Kölner an, weniger oder überhaupt nicht zufrieden mit dem Kardinal zu sein. Forsa-Geschäftsführer Manfred Güllner betonte die Seltenheit solcher niedrigen Werte – selbst unpopuläre Politiker fielen selten unter die Zehn-Prozent-Marke.
Güllner bezeichnete die Ergebnisse als verheerend – sowohl für die Kirche als auch für Woelki persönlich. Die Umfrage unterstreicht einen flächendeckenden Vertrauensverlust in die Führung des Kardinals nach mehr als einem Jahrzehnt im Amt.
Die Erhebung spiegelt einen nahezu vollständigen Zusammenbruch der öffentlichen Unterstützung für Kardinal Woelki wider. Mit Zustimmungswerten nahe null bei jüngeren Bevölkerungsgruppen stellen die Ergebnisse eine klare Herausforderung für die Zukunft der Kirche in Köln dar. Die Daten wurden im Auftrag des Kölner Stadt-Anzeigers von Forsa erhoben.






