04 April 2026, 12:06

NRW-Schulen erhalten 2026 bis zu 85 freie Tage – doch die Kritik wächst

Altes Buch mit einer roten Hausillustration umgeben von Bäumen und einem Zaun, Text lautet "Deutsche Schule in den Niederlanden, 1777".

NRW-Schulen erhalten 2026 bis zu 85 freie Tage – doch die Kritik wächst

Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) erhalten 2026 bis zu 85 freie Tage – und zählen damit zu den Bundesländern mit den längsten Ferien. Der Stundenplan sieht verlängerte Sommerferien, kürzere Herbst- und Osterpausen sowie nur einen einzigen freien Tag zu Pfingsten vor. Gleichzeitig geraten Bildungsreformen, die gerechte Verteilung der Ferienzeiten und jüngste Vorfälle an Schulen in die Kritik.

Im Schulkalender 2026 von NRW sind sechs Wochen Sommerferien vom 20. Juli bis zum 1. September vorgesehen – länger als in Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz, aber kürzer als die zehnwöchige Pause in Bayern. Die Herbstferien umfassen 15 Tage (17. bis 31. Oktober), die Osterferien 13 Tage (30. März bis 11. April). Anders als die meisten Bundesländer gewährt NRW nur einen freien Tag zu Pfingsten, dazu drei flexible Ferientage. Kritiker monieren, dass die Korrektur der Abiturprüfungen in die Sommerferien fällt und Lehrer damit zusätzlich belastet. Andere fordern gar die Abschaffung der kostspieligen Prüfungen.

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Die Einwände des Philologenverbandes gegen die Ferienregelung wurden als unkonkret zurückgewiesen. Unabhängig davon eskalierte ein Streit zwischen Müttern vor einer Schule, bei dem ein Kind verletzt wurde – und damit die Debatte über Sicherheit an Schulen neu entfachte. Bildungsministerin Rackles, erst kürzlich vereidigt, sieht sich erneut mit Vorwürfen konfrontiert, insbesondere wegen des Umgangs mit homophoben Vorfällen an der Berliner Rütli-Schule.

Über den Schulbereich hinaus bieten einige Unternehmen mittlerweile acht Wochen Jahresurlaub bei einer 35-Stunden-Woche an. Im Zuge der Klimadiskussion wird zudem vorgeschlagen, die Sommerferien auf elf Wochen von Ende Juni bis Anfang September auszuweiten – ein Vorhaben, das in NRW bisher keine Umsetzung findet.

NRWs Schulkalender 2026 bleibt damit einer der großzügigsten, doch die Diskussionen über Prüfungsstress, Feriengerechtigkeit und Sicherheit halten an. Der einzige freie Pfingsttag steht im Kontrast zu längeren Pausen in anderen Bundesländern, während gleichzeitig über Klimaanpassung und Arbeitszeitmodelle debattiert wird. Kurzfristige Änderungen am Ferienplan sind derzeit nicht vorgesehen.

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