NRW-Eltern kämpfen um Kita-Plätze: 110.400 Kinder ohne Betreuung
Proteste gegen massiven Mangel an Kita-Plätzen und Fachkräften in Nordrhein-Westfalen nehmen zu
Seit Oktober organisiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wöchentliche Mahnwachen, um auf die dramatische Situation in der Kinderbetreuung aufmerksam zu machen. Am 30. November finden in mehreren Bundesländern Demonstrationen statt – auch vor Regierungsgebäuden.
In Nordrhein-Westfalen werden 70 Prozent der Kinder in Kita-Gruppen mit unzureichendem Personalschlüssel betreut. Aktuell fehlen in der Region 110.400 Betreuungsplätze, sodass viele Kinder keinen Zugang zu frühkindlicher Bildung erhalten. Tjark Sauer fordert dringende Maßnahmen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Belastung für Eltern, Kinder und Erzieher:innen zu verringern.
Am 30. November veranstaltet ver.di von 8:00 bis 9:00 Uhr eine Mahnwache vor der Staatskanzlei am Düsseldorfer Johannes-Rau-Platz. Die grüne Landtagsabgeordnete Eileen Woestmann wird an der Aktion teilnehmen. Eileen Becker, die zuständige Fachbereichsleiterin der Gewerkschaft, verlangt einen bundesweiten Kita-Gipfel mit der Bundeskanzlerin, um die frühkindliche Bildung zur Priorität zu erklären. Ziel der Gewerkschaft ist es, qualitativ hochwertige Bildungsstandards durchzusetzen und ihrer Verantwortung für eine angemessene Kinderbetreuung gerecht zu werden.
Die Proteste zeigen den anhaltenden Kampf um eine ausreichende Kinderbetreuung in ganz Deutschland. Mit den Mahnwachen und der Forderung nach einem Gipfel will ver.di langfristige Lösungen vorantreiben. Ohne politische Maßnahmen werden weiterhin viele Kinder von frühkindlicher Bildung ausgeschlossen bleiben.






