Mönchengladbach stimmt per Bürgerentscheid über Olympia-Bewerbung 2036 ab
Niklas NeumannMönchengladbach stimmt per Bürgerentscheid über Olympia-Bewerbung 2036 ab
Stadtverordnetenversammlung Mönchengladbach kündigt Bürgerentscheid über Olympia-Bewerbung an
Die Stadt Mönchengladbach führt einen Bürgerentscheid durch, um über die Beteiligung an der Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele abzustimmen. Die Abstimmung entscheidet, ob die Stadt den gemeinsamen Antrag für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 unterstützt. Die Stimmen können ausschließlich per Briefwahl abgegeben werden, wobei der Stichtag der 15. April um 16:00 Uhr ist.
Der Bürgerentscheid ist Teil der übergreifenden Initiative KölnRheinRuhr, an der sich 17 Städte der Region beteiligen. Neben Mönchengladbach sind auch Düsseldorf, Duisburg, Gelsenkirchen, Köln, Dortmund und Essen dabei. Jede Stadt führt eine eigene Abstimmung durch, wobei die meisten für den 19. April 2026 geplant sind.
Wahlberechtigt sind alle Personen ab 16 Jahren, die in Mönchengladbach gemeldet sind oder dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und die deutsche oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzen. Die Wahlunterlagen – darunter Stimmzettel, blauer Stimmumschlag, Wahlbenachrichtigung, roter Versandumschlag sowie eine Informationsbroschüre – werden zwischen dem 16. und 29. März verschickt.
Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, würde Mönchengladbach die olympischen Hockeyturniere ausrichten. Als Austragungsorte sind der HockeyPark und das Borussia-Park vorgesehen. Damit das Ergebnis des Bürgerentscheids gültig ist, müssen mindestens 10 Prozent der Wahlberechtigten – das entspricht etwa 20.400 "Ja"-Stimmen – teilnehmen.
Die Auszählung aller Stimmen erfolgt zentral im Briefwahlzentrum am Berufskolleg Volksgartenstraße. Die Zählung beginnt am 19. April um 16:00 Uhr, sobald die Abstimmungsfrist endet.
Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, welche Rolle Mönchengladbach in den olympischen Plänen der Rhein-Ruhr-Region spielt. Ein erfolgreicher Bürgerentscheid würde die Stadt verbindlich in den gemeinsamen Bewerbungsprozess einbinden, wobei die Hockey-Wettbewerbe voraussichtlich in lokalen Arenen stattfinden würden. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob die erforderliche Wahlbeteiligung und Zustimmungsquote erreicht wird.