22 March 2026, 06:06

Merkur startet US-Offensive mit Tausenden Spielautomaten bis 2028

Reihe von Spielautomaten zum Verkauf in einem Casino mit Stühlen auf dem Boden und Deckenleuchten.

Deutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur startet US-Offensive mit Tausenden Spielautomaten bis 2028

Deutscher Glücksspielkonzern Merkur plant Expansion in Nordamerika mit Fokus auf den US-Markt

Der deutsche Automatenhersteller Merkur bereitet sich auf eine große Offensive in Nordamerika vor und will sich vor allem auf dem US-Markt etablieren. Das Unternehmen plant, ab 2025 jährlich Tausende Spielautomaten zu exportieren – beginnend mit 800 bis 1.000 Geräten im ersten Jahr, bevor die Produktion bis 2028 auf 5.000 Einheiten pro Jahr hochgefahren wird. Dieser Schritt folgt der Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Gaming Arts im Jahr 2025 und markiert den strategischen Einstieg in den amerikanischen Glücksspielsektor.

Merkur verzeichnet ein stetiges Wachstum: Für 2024 meldete der Konzern einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit rund 15.300 Beschäftigten sind Deutschland und Großbritannien die wichtigsten Absatzmärkte. Nun will das Unternehmen seine internationale Präsenz ausbauen, insbesondere in den USA, wo eine starke Nachfrage nach seinen Produkten besteht.

Neben klassischen Spielautomaten setzt Merkur auf die Expansion im Bereich des virtuellen Glücksspiels. Geplant sind sowohl Online-Plattformen als auch digitale Casinospiele, um die Reichweite auf dem amerikanischen Markt zu vergrößern. CEO Lars Felderhoff betont die USA als zentralen Wachstumsmarkt und verweist auf die hohe Marktkonzentration sowie das Interesse von Casino-Betreibern an neuen Anbietern.

Durch die Expansion soll Merkurs globaler Marktanteil bei Spielautomaten steigen. Bis 2026 peilt das Unternehmen ein Umsatzplus von 10 Prozent an – auf etwa 2,3 Milliarden Euro – mit einem besonderen Fokus auf den Ausbau der Online-Umsätze. Zwar bleiben konkrete Ziele in Las Vegas noch ungenannt, doch das langfristige Ziel ist klar: eine starke Position in Nordamerika aufbauen.

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In Deutschland operiert Merkur unter strengen staatlichen Vorschriften, die exzessives Glücksspiel eindämmen und gefährdete Spieler schützen sollen. Der größte europäische Konkurrent ist der österreichische Branchenriese Novomatic, dessen deutsche Tochter Löwen Entertainment weite Teile des heimischen Marktes dominiert.

Merkurs US-Expansion beginnt 2025 mit Hunderten von Spielautomaten und soll bis 2028 auf Tausende Geräte ausgeweitet werden. Die Übernahme von Gaming Arts und der Vorstoß in den digitalen Glücksspielmarkt zeigen eine breitere Strategie zur Diversifizierung der Einnahmequellen. Bei Erfolg könnte dieser Schritt Merkurs Position als globaler Player in der Glücksspielbranche festigen.

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