Märkischer Kreis setzt auf mehr Polizei gegen Verkehrschaos durch Baustellen
Leni HerrmannMärkischer Kreis setzt auf mehr Polizei gegen Verkehrschaos durch Baustellen
Märkischer Kreis kämpft mit wachsenden Verkehrsproblemen durch Umleitungen und Baustellen
Die Region Märkischer Kreis sieht sich mit immer größeren Verkehrsherausforderungen konfrontiert, da Sperrungen und Verzögerungen bei Bauarbeiten Autofahrer auf kleinere Straßen drängen. Lokale Behörden warnen vor steigenden Risiken – darunter illegale Schleichwege und Raserei. Als Reaktion darauf wurden nun zusätzliche Polizeikräfte in das Gebiet entsandt.
Die Probleme begannen, als schwerer Autobahnverkehr auf Nebenstraßen umgeleitet wurde und dort erhebliche Schäden am lokalen Straßennetz verursachte. Landrat Ralf Schwarzkopf und der Leiter der Verkehrspolizei, Guido Bloch, betonten, dass frustrierte Autofahrer zunehmend gegen Regeln verstoßen könnten – etwa durch unbefugte Abkürzungen oder überhöhte Geschwindigkeit.
Als Gegenmaßnahme genehmigte das Innenministerium im vergangenen September zusätzliche Polizeistellen, um die gestiegene Arbeitsbelastung in Lüdenscheid zu bewältigen. Vierzehn Beamte wurden vorübergehend im Märkischen Kreis eingesetzt, wobei sechs dieser Stellen nach der Wiedereröffnung der Rahmedetal-Brücke dauerhaft bleiben sollen. Der Schritt ist Teil einer landesweiten Initiative zur Verstärkung der Verkehrsüberwachung, auch wenn die genauen Zahlen für andere Kreise noch unklar sind.
Bloch verwies auf die Überlastung der örtlichen Kräfte und warnte, dass weitere Bauverzögerungen und anhaltende Sperrungen die Lage in den kommenden Jahren verschärfen könnten. Die Entsendung von Verstärkung durch den Innenminister soll die überbeanspruchte Mannschaft entlasten.
Sechs der vierzehn zusätzlichen Beamten werden langfristig im Märkischen Kreis bleiben. Ihre Präsenz dient der Ahndung von Verkehrsverstößen und der Verringerung der Risiken durch den umgeleiteten Autobahnverkehr. Die ohnehin stark belasteten Nebenstraßen der Region müssen bis zur vollständigen Freigabe der Hauptrouten weiter mit hohem Verkehrsaufkommen zurechtkommen.






