02 May 2026, 06:06

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatz

Gruppe von Menschen vor einer Abflugtafel mit einer 'Abgesagt wegen Klimakrise'-Aufschrift, Gepäckwagen sichtbar, Decke beleuchtet.

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatz

Klimaschutzaktivisten nach Protesten am Flughafen Köln/Bonn angeklagt

Nach zwei getrennten Aktionen am Flughafen Köln/Bonn in diesem Sommer sehen sich Klimaschutzaktivisten nun mit strafrechtlichen Vorwürfen und Forderungen auf Schadensersatz konfrontiert. Die Vorfälle im Juli und August hatten erhebliche Behinderungen im Flugbetrieb zur Folge. Die Behörden leiten nun rechtliche Schritte ein und streben finanzielle Entschädigungen an.

Am 24. Juli klebten sich nach Angaben der Ermittler fünf Demonstranten auf eine Startbahn und legten den Flugverkehr für drei Stunden lahm. Der Flughafen bezifferte die vorläufigen Schäden auf etwa 125.000 Euro. Jeder der fünf Beteiligten muss nun mit einer Rechnung in Höhe von rund 4.100 Euro für ihre Teilnahme rechnen.

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Knapp einen Monat später, am 15. August, befestigten sich zwei weitere Aktivisten an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn. Diesmal kam es zu Flugausfällen von etwa einer Stunde. Die beiden Protestierenden wurden für ihre Rolle bei der Aktion mit jeweils knapp 3.250 Euro belastet.

Insgesamt müssen sich nun sechs Personen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs vor dem Amtsgericht Köln verantworten. Noch ist nicht entschieden, ob es zu einem offiziellen Verfahren kommt, und ein Termin für eine mögliche Verhandlung steht noch aus.

Sowohl der Flughafen als auch die Fluggesellschaft Eurowings fordern Entschädigung für die entstandenen Verluste. Die Airline schätzt ihre Schäden vorläufig auf fast 284.000 Euro, während sich der Flughafen weitere Forderungen vorbehält.

Die Proteste hatten rechtliche Konsequenzen für die beteiligten Aktivisten zur Folge, wobei bereits finanzielle Sanktionen verhängt wurden. Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber prüfen weiterhin das volle Ausmaß der Störungen. Weitere rechtliche Schritte könnten je nach Gerichtsentscheid folgen.

Quelle