Kinder und Polizei stoppen Raser vor Bonner Grundschule mit Zitronen und Dankeskarten
Lea WagnerKinder und Polizei stoppen Raser vor Bonner Grundschule mit Zitronen und Dankeskarten
Geschwindigkeitskontroll-Aktion vor der Carl-Schurz-Grundschule in Bonns Stadtteil Tannenbusch
Am 11. Juni 2025 fand vor der Carl-Schurz-Grundschule im Bonner Stadtteil Tannenbusch eine Aufklärungskampagne zur Geschwindigkeitsbegrenzung statt. Kinder unterstützten gemeinsam mit Polizeibeamten die Sensibilisierung von Autofahrern für mehr Verkehrssicherheit im Schulumfeld – mit einer Mischung aus Belohnungen und freundlichen Ermahnungen für diejenigen, die das Tempolimit von 30 km/h überschritten.
Die Bonner Polizei, federführend die Unfallpräventionsstelle, organisierte die Initiative unter dem Motto „Danke und Denk nach“. Beamte der Verkehrsabteilung und des örtlichen Reviers arbeiteten dabei Hand in Hand mit Schülern der Carl-Schurz-Grundschule, um auf dem Waldenburger Ring die Geschwindigkeiten zu überwachen.
Die Kinder übernahmen eine aktive Rolle: Wer sich an die Höchstgeschwindigkeit hielt, erhielt von den Schülern persönliche Dankeskarten. Raser hingegen wurden mit Zitronen bedacht – ein symbolischer Appell, das Tempo zu drosseln. Dawn McBean, Bonns Polizeidirektorin und Leiterin der Unfallprävention, bezeichnete die Aktion im Nachhinein als vollen Erfolg.
Hintergrund der Kampagne sind besorgniserregende Zahlen: Allein 2024 waren im Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei 192 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren in Verkehrsunfälle verwickelt. McBean bedankte sich ausdrücklich bei der Schule und den beteiligten Kindern für ihr Engagement.
Ziel der Initiative war es, das Rasen in Schulnähe einzudämmen und das Bewusstsein für die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu schärfen. Durch die Zusammenarbeit von Polizei und Schülern sollten nachhaltig rücksichtsvollere Fahrgewohnheiten in der Umgebung gefördert werden. Der Ansatz der Kampagne verband Aufklärung mit der direkten Einbindung junger Schüler.






