17 March 2026, 01:03

Jugendliche bedrohen Frau in Lüdenscheid mit Airsoft-Pistole – Polizei schreitet ein

Ein junges Mädchen mit strahlendem Lächeln hält ein rotes Schild, auf dem "Beendet Waffengewalt" steht, vor einem unscharfen Hintergrund.

Jugendliche bedrohen Frau in Lüdenscheid mit Airsoft-Pistole – Polizei schreitet ein

Zwei Jugendliche bedrohen Frau in Lüdenscheid mit Airsoft-Pistole – Polizei greift ein

Eine Frau in Lüdenscheid ist von zwei Jugendlichen mit einer Airsoft-Pistole bedroht worden, nachdem sie diese aufgefordert hatte, das Schießen mit Plastikgeschossen zu unterlassen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Parkplatz eines Discounters an der Altenaer Straße. Die Polizei schaltete sich ein und übergab die Jugendlichen später ihren Eltern.

Die Auseinandersetzung begann, als die Frau die beiden aufforderte, das Schießen im öffentlichen Raum zu beenden. Statt einzulenken, sollen die Jugendlichen die Waffe stattdessen auf sie gerichtet und sie beschimpft haben. Körperliche Verletzungen gab es laut Polizei nicht.

Die Beamten konfiszierten vor Ort die Airsoft-Pistole. Die Jugendlichen wurden identifiziert, offiziell bei den Behörden angezeigt und in die Obhut ihrer Eltern entlassen. Die Polizei wies darauf hin, dass es bei solchen Vorfällen häufig zu Missverständnissen komme, da Spielzeugwaffen oft wie echte Waffen wirkten.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Lüdenscheider Polizei mehrfach schnell auf ähnliche Fälle reagiert. Das öffentliche Führen von Airsoft-Waffen gilt nach § 42a des Waffengesetzes (WaffG) als Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern sowie der Beschlagnahmung der Waffe geahndet werden. In schweren Fällen – wie bei einer Festnahme im Januar 2025 am Hauptbahnhof – drohen Verdächtigen sogar Untersuchungshaft, wenn eine konkrete Bedrohung angenommen wird.

Den beiden Jugendlichen könnten nun rechtliche Konsequenzen drohen. Die Polizei wiederholte ihre Warnungen vor den Gefahren, die vom Mitführen oder Abfeuern von Attrappen in der Öffentlichkeit ausgehen. Ein Missbrauch kann sofortiges Einschreiten zur Folge haben – von Geldstrafen bis hin zur Festnahme.

AKTUALISIERUNG

Ähnlicher Vorfall in Heidenheim lenkt auf steigende Bedenken

Ein paralleler Fall in Heidenheim an der Brenz hat die Polizei auf Jugendliche aufmerksam gemacht, die Softair-Waffen missbrauchen. Drei maskierte Teenager führten auf einem Schulhof ein Schusswechsel durch, was eine Polizeireaktion aufgrund wahrgenommener Bedrohungen auslöste. Die Jugendlichen, die 16 Jahre alt waren, wurden ohne Genehmigungen für ihre Nachbauten von Feuerwaffen gefunden. Die Waffen wurden beschlagnahmt und rechtliche Schritte nach dem Waffengesetz sind im Gange.