IW drängt EU zu neuem Handelsabkommen mit den Golfstaaten trotz Nahost-Krise
Lara LangeIW drängt EU zu neuem Handelsabkommen mit den Golfstaaten trotz Nahost-Krise
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fordert die EU auf, die Handelsbeziehungen zu den Golfstaaten trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten auszubauen. Ein neues Handelsabkommen könnte beiden Seiten helfen, wirtschaftliche Herausforderungen zu überwinden und gleichzeitig Schlüsselsektoren zu stärken.
Laut IW würde ein formelles Handelsabkommen europäische Unternehmen mit neuen Chancen versorgen. Besonders Deutschland verzeichnet bereits eine starke Nachfrage nach seinen Exportgütern – allen voran Autos, Pharmazeutika und Maschinen – in der gesamten Golfregion.
Der Krieg hat die Energieinfrastruktur in der Region schwer beschädigt, sodass in den kommenden Jahren umfangreiche Reparaturen anstehen. Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer könnten bei diesen Wiederaufbauprojekten eine zentrale Rolle spielen.
Im Gegenzug könnte die EU Importe von kohlenstoffarmem Stahl und günstigerem Wasserstoff aus den Golfstaaten sichern. Dies würde Europas Übergang zu sauberer Energie beschleunigen und gleichzeitig die Kosten senken.
Doch der Einfluss der EU in der Region hat im Laufe der Zeit nachgelassen. Ihr Anteil an den Importen der Golfstaaten ist von 26 Prozent im Jahr 2004 auf nur noch 18 Prozent heute gesunken – ein klares Zeichen dafür, dass die wirtschaftlichen Verbindungen gestärkt werden müssen.
Ein Handelsabkommen könnte der EU helfen, in den Golfmärkten wieder an Boden zu gewinnen. Deutsche Unternehmen erhielten Zugang zu Wiederaufbauprojekten, während Europa seine Energieversorgung diversifizieren könnte. Das IW schlägt vor, die wirtschaftliche Zusammenarbeit in einen langfristigen Vorteil für beide Seiten umzuwandeln.






