Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp für CO₂-neutrale Produktion
Niklas NeumannGrüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp für CO₂-neutrale Produktion
Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in einem großen Projekt für grüne Stahlproduktion ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron in Westaustralien zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlherstellung um 90 Prozent zu senken. Die Produktion soll 2029 anlaufen, wobei der Export von grünen Eisenerz-Pellets weltweit geplant ist.
Das Projekt setzt auf eine Elektrolyse-Anlage mit einer Leistung von 1,4 Gigawatt, die aus den 20-Megawatt-scalum®-Modulen von Thyssenkrupp Nucera aufgebaut wird. PGS strebt zunächst eine jährliche Produktion von sieben Millionen Tonnen grüner Pellets an. Bis in die 2030er-Jahre könnte die Kapazität auf 30 Millionen Tonnen Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI (Eisenschwamm) pro Jahr ausgebaut werden.
Die beiden Unternehmen arbeiten derzeit an der weiteren Entwicklung des Projekts, wobei die endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) noch aussteht. Thyssenkrupp Nucera rechnet voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2026/27 mit nennenswerten finanziellen Auswirkungen aus dem Deal. Dennoch festigt der australische Auftrag die Position des Konzerns als führender Anbieter für Projekte mit einem Gesamtvolumen von über drei Gigawatt weltweit.
Die ersten Exporte aus dem Mid-West-Green-Iron-Werk sind für 2029 vorgesehen. Bei vollständiger Umsetzung würde das Projekt die Emissionen in der Stahlproduktion deutlich verringern. Der endgültige Umfang hängt jedoch von der Marktnachfrage und den Investitionsfreigaben ab.






