Grüne protestieren gegen achtspurigen Ausbau der A3 bei Solingen
Pläne zum Ausbau der A3 bei Solingen stoßen auf Widerstand der Grünen
Die Pläne, die Autobahn A3 in der Nähe von Solingen auf acht Spuren zu erweitern, haben bei örtlichen Grünen-Gruppen Protest ausgelöst. Sie halten den Ausbau für unnötig und umweltschädlich. Stattdessen schlagen sie die Einführung eines temporären Standstreifenbetriebs (TSB) als nachhaltigere Lösung vor.
Die Sanierungsarbeiten auf der A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Hilden laufen bereits seit 2017. Nun sollen ab März 2024 weitere Baumaßnahmen am Autobahnkreuz Solingen/Langenfeld beginnen, die voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen werden. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf mehrere zehn Millionen Euro.
Eine im Auftrag der Autobahn GmbH erstellte Studie von Mitte 2022 untersuchte die Möglichkeit, auf diesem Abschnitt einen TSB einzuführen. Dennoch sehen die Bundespläne weiterhin einen achtspurigen Ausbau bis nach Oberhausen vor.
Die Grünen in Solingen und im Regionalrat äußern scharfe Kritik. Finn Grimsehl-Schmitz, Mitglied im städtischen Mobilitätsausschuss, hinterfragte die Logik eines Autobahnausbaus angesichts der Klimakrise und der Verkehrswende. Manfred Krause, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Regionalrat, verwies zudem auf die ökologischen Schäden und die finanziellen Belastungen eines solchen Vorhabens.
Die Partei fordert nun mehr Transparenz von der Autobahn GmbH. Sie verlangt klare Informationen zu den Sanierungsplänen und möglichen künftigen Änderungen und betont, dass ein TSB die kostengünstigere und umweltfreundlichere Alternative wäre.
Die Debatte um den Ausbau der A3 dauert an, wobei die Grünen auf einen Verzicht der achtspurigen Variante drängen. Sollte sich ihr Vorschlag durchsetzen, könnte der TSB den breiten Ausbau ersetzen – und so sowohl Kosten als auch Umweltbelastungen verringern. Die endgültige Entscheidung wird den Verkehr und die Infrastruktur in der Region für Jahre prägen.






