Grundschüler und Polizei kämpfen gemeinsam gegen Verkehrsgefahren in Fellinghausen
Lara LangeGrundschüler und Polizei kämpfen gemeinsam gegen Verkehrsgefahren in Fellinghausen
Grundschüler in Fellinghausen gehen mit der Polizei gegen Verkehrsgefahren vor
Schülerinnen und Schüler der Grundschule Fellinghausen haben sich mit der örtlichen Polizei zusammengetan, um die Verkehrssicherheit in der Nähe ihrer Schule zu verbessern. Die ungewöhnliche Kooperation entstand als Reaktion auf einen deutlichen Anstieg von Verkehrsunfällen mit verletzten Kindern in diesem Jahr. Bei der Aktion wurden fast 120 Autofahrer kontrolliert – manche erhielten freundliche Hinweise, andere wurden für ihre vorbildliche Fahrweise belohnt.
Anlass für die Initiative war ein besorgniserregender Anstieg der verletzten Kinder in Verkehrsunfällen um 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Viele Vorfälle ereigneten sich auf dem Schulweg oder bei Aktivitäten nach Unterrichtsschluss. Um das Problem anzugehen, arbeiteten Viertklässler der Fellinghausener Grundschule Hand in Hand mit Beamten, um den Verkehr rund um ihre Schule zu überwachen.
Fahrer, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten und die Vorschriften für Kindersitze einhielten, erhielten von den Kindern Dankeskarten. Wer gegen kleinere Regeln verstieß, bekam höfliche Ermahnungen, während Bußgelder nur bei schweren Verstößen verhängt wurden. Im Fokus der Kontrollen standen vor allem Rasen und die korrekte Nutzung von Kinderrückhaltesystemen.
Eine ähnliche Aktion hatte bereits am 11. Juni in Wilnsdorf stattgefunden. Dort wurden fünf Autofahrer an die Regeln erinnert, während 30 für ihr vorbildliches Verhalten gelobt wurden. Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Kinder, die das Kontrollteam tatkräftig unterstützten. Polizeidirektor Marcel Zirnsak betonte, dass die Anwesenheit der Kinder auf die Fahrer einen starken Eindruck mache und die Bedeutung der Verkehrssicherheit unterstreiche.
Bei der gemeinsamen Streife wurden insgesamt 36 Ermahnungen und 81 Dankeskarten an Autofahrer verteilt. Die Behörden hoffen, dass die sichtbare Einbindung der Kinder zu einem rücksichtsvolleren Verhalten in Schulnähe führt. Sollte sich der Ansatz als erfolgreich erweisen, könnten weitere Kontrollen folgen, um die Verkehrsgefahren weiter zu reduzieren.






