03 May 2026, 04:07

Großrazzia in Münster: Bauunternehmer soll Sozialabgaben hinterzogen haben

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude mit der Aufschrift "Bitte Nolitterin' Verstoßern wird verfolgt Kein Entsorgen".

Großrazzia in Münster: Bauunternehmer soll Sozialabgaben hinterzogen haben

Ein 33-jähriger Mann, dem vorgeworfen wird, ein nicht angemeldetes Bauunternehmen betrieben zu haben, muss sich nun vor dem Landgericht Münster wegen strafrechtlicher Vorwürfe verantworten. Die Behörden werfen ihm vor, Sozialabgaben hinterzogen und Mitarbeiter um Lohnbeträge betrogen zu haben. Der Fall hat sich ausgeweitet, nachdem Razzien weitere Beweise für organisierten Finanzbetrug zutage förderten.

Die Ermittlungen begannen 2022, als Zollfahnder erstmals die Wohnung des Beschuldigten durchsuchten und belastende Unterlagen sicherstellten. Trotz dieser Maßnahmen gehen die Behörden davon aus, dass er seine Geschäfte im Verborgenen weiterführte, seine Anschrift verschleierte und Gelder ins Ausland transferierte, um einer Entdeckung zu entgehen.

Am Mittwoch führte das Hauptzollamt Münster in Münster und Senden Haftbefehle aus. Sieben Objekte wurden durchsucht, wobei Spürhunde eingesetzt wurden, um verstecktes Bargeld aufzustöbern. Zwei Festnahmen gab es: der Hauptbeschuldigte in seiner Wohnung sowie ein 61-jähriger Mann, der angeblich an der Steuerung der illegalen Geschäftsaktivitäten des Unternehmens beteiligt war.

In die Ermittlungen ist zudem eine 54-jährige Frau verwickelt, die als Strohfrau und geschäftsführende Direktorin beschrieben wird. Den Ermittlern zufolge wurde sie nur als scheinbare Inhaberin eingesetzt, um die wahren Machthaber des Unternehmens zu tarnen. Sowohl sie als auch der 61-Jährige werden beschuldigt, dem Haupttäter bei der Lohnvorenthaltung und dem Versicherungsbetrug geholfen zu haben.

Das im Mittelpunkt stehende Bauunternehmen soll Mitarbeiter weder bei der Sozialversicherung angemeldet noch die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitgeberbeiträge abgeführt haben. Zollbeamte schätzen die finanziellen Schäden durch das System als beträchtlich ein, die genaue Summe wird jedoch noch ermittelt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der 33-jährige Beschuldigte sieht sich nun offiziellen Anklagepunkten gegenüber, während die beiden mutmaßlichen Komplizen weiter unter Beobachtung stehen. Die Durchsuchungen dauern an, und es könnten weitere Finanzunterlagen auftauchen. Bei einer Verurteilung drohen allen dreien erhebliche Strafen für ihre vermeintliche Beteiligung an dem Betrug.

Quelle