EU-weite Zollrazzia BELENOS II deckt Millionen an undeklariertem Bargeld auf
Lara LangeEU-weite Zollrazzia BELENOS II deckt Millionen an undeklariertem Bargeld auf
Deutsche Zollbehörden beteiligen sich an großer EU-weiter Aktion gegen illegale Bargeldbewegungen
Im November 2024 nahmen deutsche Zollbeamte an einer umfangreichen internationalen Operation zur Überwachung großer Bargeldströme innerhalb der EU teil. Die unter dem Codenamen BELENOS II durchgeführte Razzia umfasste 22 Mitgliedstaaten und konzentrierte sich auf Reisende, die Bargeld in Höhe von 10.000 Euro oder mehr ohne ordnungsgemäße Deklaration mitführten.
Die Aktion wurde von den französischen und spanischen Zollbehörden koordiniert und von Europol unterstützt. Auf deutscher Seite leitete das Zollkriminalamt die Maßnahmen, an denen 13 Hauptzollämter beteiligt waren. Ziel war es, Bargeldbewegungen von mindestens 10.000 Euro bei der Ein- oder Ausreise in bzw. aus der EU zu kontrollieren.
Im Rahmen der Operation deckten die Beamten über 110 Fälle undeklarierten Bargelds auf, mit einem Gesamtvolumen von rund 1,6 Millionen Euro. Am Flughafen Berlin Brandenburg wurde bei einem Reisenden ein Betrag von mehr als 61.000 Euro in bar entdeckt, der umgehend beschlagnahmt wurde.
Nach EU-Recht müssen Personen, die 10.000 Euro oder mehr in bar oder gleichwertigen Zahlungsmitteln mitführen, dies den Zollbehörden melden. Verdächtigen die Kontrolleure Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung, können sie die Gelder vorläufig einziehen und weiter überprüfen. Im vorliegenden Fall leitete das Hauptzollamt Potsdam ein Freigabeverfahren ein, um innerhalb einer gesetzten Frist die Herkunft und den Verwendungszweck des beschlagnahmten Geldes zu klären.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Bargeldströme in Europa einzudämmen. Die deutschen Zollbehörden werden auch künftig mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um die Einhaltung finanzieller Vorschriften durchzusetzen. Reisende werden daran erinnert, größere Bargeldbeträge zu deklarieren, um Beschlagnahmungen und Ermittlungen zu vermeiden.






