Essen verbindet Frauentag und Tag der Archive mit bewegender Frauengeschichte
Niklas NeumannEssen verbindet Frauentag und Tag der Archive mit bewegender Frauengeschichte
Essen feierte am 8. März 2026 den Tag der Archive – passend zum Internationalen Frauentag
Anlässlich des Tags der Archive öffnete das Haus der Essener Geschichte gemeinsam mit dem Stadtarchiv Essen seine Türen für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher tauchten in die Vergangenheit der Stadt ein, mit einem besonderen Fokus auf Frauengeschichten und lokale Erinnerungsarbeit.
Der alle zwei Jahre stattfindende Tag der Archive bietet Einblicke in Essens Stadtgeschichte und die Arbeit der Archive. Die diesjährige Ausgabe rückte das Haus der Essener Geschichte in den Mittelpunkt – einen offiziellen FrauenOrt, an dem das Erbe von Nelli Neumann, einer jüdischen Lehrerin, bewahrt wird. Ein Stolperstein am Ernst-Schmidt-Platz erinnert an ihr Leben.
Seit 2016, als Neumanns Stolperstein umgesetzt wurde, hat der Ort seine bildungspolitische Rolle ausgebaut. Seither werden die Erzählungen von Frauen im Holocaust in Schulprogramme, Ausstellungen und Workshops eingebunden. Kooperationen mit lokalen Schulen und Gedenkstätten vertiefen das öffentliche Verständnis für die geschlechtsspezifische Verfolgung während der NS-Zeit.
Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Veranstaltung teil und würdigte die Arbeit des Stadtarchivs sowie historischer Initiativen. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Ehrenamtlichen für ihr Engagement, das Essens Erinnerungskultur lebendig hält.
Der Tag der Archive 2026 verband Geschichte, Bildung und Erinnerung. Indem das Haus der Essener Geschichte Frauenschicksale in seine Programme integriert, prägt es maßgeblich, wie die Stadt ihre Vergangenheit reflektiert. Die Veranstaltung unterstrich zudem die Bedeutung von Archiven, die das lokale Gedächtnis für kommende Generationen bewahren.






