29 March 2026, 12:06

Essen feiert ein Jahr mobiles Bürgeramt für Menschen mit Behinderung

Eine Person mit einer Mütze und einem Ausweis hält ein Mobiltelefon in der Hand und schaut auf dessen Bildschirm, mit einer Gitarre links daneben und einem Plakat rechts.

Essen feiert ein Jahr mobiles Bürgeramt für Menschen mit Behinderung

Essens mobiler Service für schwerbehinderte und mobilitätseingeschränkte Bürger feiert einjähriges Bestehen

Der als Bürgerfall bekannte Service ist nach wie vor die einzige Initiative ihrer Art in Deutschland. Seit dem Start am 15. Oktober 2024 hat das Programm Hunderten Menschen geholfen, die Behördenbesuche nur schwer oder gar nicht selbstständig bewältigen können.

Der Dienst bietet Vor-Ort-Unterstützung bei wichtigen Angelegenheiten wie Ausweisanträgen oder Anmeldungen an. Keine andere Stadt oder Kommune hat in den vergangenen zwölf Monaten ein vergleichbares Angebot eingeführt.

Der Bürgerfall funktioniert als voll ausgestattetes mobiles Bürgeramt. In einem speziell angeschafften Fahrzeug arbeiten drei Mitarbeiter mit Laptop, Drucker, Scanner, Fingerabdrucksensor und Kamera. So können sie behördliche Vorgänge direkt in den Wohnungen oder Pflegeeinrichtungen der Bürger erledigen.

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Innerhalb des ersten Jahres wurden 721 Termine durchgeführt, darunter die Ausstellung von 409 Personalausweisen, mehreren Pässen sowie die Bearbeitung von 91 Umzugsanmeldungen. Zudem unterstützt das Team bei der Beantragung von Bescheinigungen und Abmeldungen – alles ohne zusätzliche Gebühren.

Berechtigt sind Personen mit schweren, dauerhaften oder vorübergehenden Mobilitätseinschränkungen. Auch Bewohner von Pflegeheimen können den Service in Anspruch nehmen. Zur Terminvereinbarung können Bürger das Serviceportal nutzen oder das ServiceCenter Essen unter 0201 88-33111 anrufen.

Seit seinem Start schließt der Bürgerfall eine wichtige Lücke für Menschen, die nicht in der Lage sind, Behörden aufzusuchen. Trotz des Erfolgs in Essen haben andere deutsche Städte bisher keine ähnlichen Angebote eingeführt. Stand Oktober 2025 bleibt er die einzige mobile Lösung für schwer mobilitätseingeschränkte Bürger im Land.

Quelle