Essen beschließt historischen Sportentwicklungsplan für eine inklusive Zukunft
Niklas NeumannEssen beschließt historischen Sportentwicklungsplan für eine inklusive Zukunft
Essen hat einen bedeutenden Schritt in Richtung seiner Zukunft als Sportstadt unternommen. Der Stadtrat verabschiedete am 25. März 2026 den Integrierten Sportentwicklungsplan (ISEP) – das Ergebnis jahrelanger Forschung und Planung. Das Vorhaben verfolgt das Ziel, sportliche Betätigung für alle Einwohnerinnen und Einwohner zugänglich zu machen, geleitet vom Leitmotiv "Essen – eine Sportstadt für ALLE Menschen".
Den Auftrag für den ISEP erteilte der Essener Stadtrat bereits im September 2021. Die offiziellen Arbeiten begannen im August 2022 unter der Federführung eines externen sportwissenschaftlichen Instituts. Dessen Aufgabe bestand darin, eine langfristige Strategie für den Sport in der Stadt zu erarbeiten.
Der Plan basiert auf vier zentralen Säulen: einer umfassenden Analyse der bestehenden Sporteinrichtungen, der Bewertung der aktuellen Angebote, der Entwicklung maßgeschneiderter Empfehlungen sowie der Optimierung von Strukturen. Im Rahmen des Prozesses wurde in einem Pilotprojekt unter anderem der Bereich Schillerwiese untersucht und neu gestaltet – eine von 12 öffentlichen Sportanlagen, die modellhaft überarbeitet wurden.
Während der ISEP einen strategischen Rahmen vorgibt, sind konkrete Projekte damit noch nicht freigegeben. Die Sport- und Bäder Essen GmbH (SBE) wird nun die Empfehlungen prüfen und Prioritäten setzen. Jede vorgeschlagene Maßnahme bedarf anschließend einer separaten Zustimmung durch die zuständigen Ausschüsse und den Stadtrat, bevor sie umgesetzt werden kann.
Der ISEP skizziert eine klare Vision für die sportliche Zukunft Essens. Mit seiner Verabschiedung beginnt ein strukturierter Prozess zur Verbesserung der Sportinfrastruktur und zur Steigerung der Teilhabe in der gesamten Stadt. Die Umsetzung hängt nun von weiteren politischen Entscheidungen in den kommenden Monaten ab.






