Džeko droht nach Roter Karte eine zweispielige Sperre – Schalke 04 geht in die Berufung
Leni HerrmannZweispielige Sperre für Dzeko - Schalke legt Berufung ein - Džeko droht nach Roter Karte eine zweispielige Sperre – Schalke 04 geht in die Berufung
Schalke-04-Stürmer Edin Džeko droht nach Roter Karte eine zweispielige Sperre
Nach seiner Roten Karte im 2:2 von Schalke 04 gegen Hannover 96 muss Stürmer Edin Džeko mit einer zweispieligen Sperre rechnen. Der 40-Jährige, der im Winter 2025/26 zum Zweitligisten wechselte, will den Ausschluss nun offiziell anfechten. Der Verein hält die Strafe für unverhältnismäßig hart.
Die Rote Karte sah Džeko in der 52. Minute des Heimspiels gegen Hannover 96. Schiedsrichter Robin Braun verwies ihn nach einem hohen Fuß, der Gegner Husseyn Chakroun im Oberkörper traf. Die Entscheidung zieht automatisch eine Zweispielsperre nach sich – der Angreifer würde damit die anstehenden Partien gegen Darmstadt 98 und, falls die Strafe bestätigt wird, den Karlsruher SC verpassen.
Schalke kündigte umgehend an, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen. Der Klub argumentiert, Džekos Zweikampfverhalten habe Chakrouns Gesundheit nicht rücksichtslos gefährdet und die Sperre sei unangemessen. Trotz des Rückschlags bleibt der Bosnier seit seinem Winterwechsel eine Schlüsselfigur: In nur fünf Einsätzen erzielte er vier Tore und bereitete drei weitere vor.
Zuletzt stellte er mit 39 Jahren und 314 Tagen Rekorde als ältester Torschütze und Doppelpack-Schütze im deutschen Profifußball auf. Zwar liegen seine stärksten Jahre bei VfL Wolfsburg (54 Tore in der Saison 2008/09, 22 in 2009/10) zurück, doch auch mit 40 prägt er Schalke maßgeblich. Die Rote Karte – ausgerechnet an seinem Geburtstag – bremst nun seinen Lauf.
Die Berufung wird entscheiden, ob Džeko die volle Sperre absitzen muss oder früher zurückkehrt. Scheitert der Einspruch, fehlt er in entscheidenden Spielen im Aufstiegsrennen. Das Urteil könnte zudem Maßstäbe für die Bewertung ähnlicher Situationen in der Liga setzen.






