18 June 2026, 12:04

Düsseldorf verzichtet auf milliardenteures Opernhaus und setzt auf Modernisierung

Es gibt immer noch den bescheidenen Modernismus im Osten und Westen

Düsseldorf verzichtet auf milliardenteures Opernhaus und setzt auf Modernisierung

Düsseldorf hat die Pläne für ein neues, vom Architekturbüro Snøhetta entworfenes Opernhaus im Wert von einer Milliarde Euro aufgegeben. Die Entscheidung fiel, nachdem der Entwurf im November 2025 als unerschwinglich eingestuft worden war. Stattdessen setzt Oberbürgermeister Stephan Keller nun auf die Modernisierung des bestehenden Opernhauses am Hofgarten.

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Der Vorschlag von Snøhetta für einen Opernneubau wurde wegen der hohen Kosten verworfen. Die Stadt konzentriert sich nun auf die Aufwertung des aktuellen Bonatz-Baus, wobei die geschätzten Kosten zwischen 400 und 500 Millionen Euro liegen. Keller betonte, dass die Sanierung des Bestandsgebäudes der bevorzugte Weg sei.

In Rostock wurden 2022 Pläne zum Abriss des Volkstheaters zugunsten von Wohnungsneubauten gestoppt. Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin stellte große Teile des Gebäudes unter Schutz. Das 1943 errichtete Theater entwickelte sich später zu einem markanten Beispiel der modernistischen Architektur der DDR. Der Bau eines neuen Theaters durch das Berliner Büro Hascher Jehle Architektur ist in der Stadt bereits im Gange.

Düsseldorfs alternative Vision sieht vor, die Oper optisch mit nahegelegenen Kulturstätten zu verknüpfen. Der „Blaue-Grüne Ring“, entworfen vom Planungsbüro raumwerk, bietet einen kostengünstigeren Ansatz. Dieser Plan könnte die Oper durch eine durchdachte Landschaftsarchitektur mit der Kunsthalle und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verbinden.

Die Modernisierung des Düsseldorfer Opernhauses wird also ohne einen milliardenteuren Neubau vorangetrieben. Rostocks Volkstheater bleibt geschützt, und der Neubau des Theaters ist bereits in Arbeit. Beide Städte setzen nun auf kostengünstigere Lösungen für ihre kulturellen Wahrzeichen.

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