18 March 2026, 01:12

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr stumm

Ein Plakat, das einen Zoo in München, Deutschland, bewirbt und ein Leopard und eine Hauskatze zeigt, mit Text, der Informationen über den Zoo enthält.

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr stumm

Dortmunder Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig

Die Ethikkommission der Stadt Dortmund, die eigens zur Untersuchung der Großwildjagd eingerichtet wurde, liegt seit mehr als einem Jahr auf Eis. Die Arbeitsgruppe war 2023 auf Druck der Grünen und der Linken gegründet worden. Nun müssen die städtischen Verantwortlichen entscheiden, ob sie vor der nächsten großen Dortmund BVB auf Antworten drängen wollen.

Eigentlich sollte die Kommission die ethischen und ökologischen Auswirkungen der Trophäenjagd bewerten. Doch es gab bisher keine dokumentierten Sitzungen, und der Oberbürgermeister räumte kürzlich ein, dass unvollständige Akten belegen, dass es keinerlei Nachweise für eine Tätigkeit der Kommission gibt.

Die Debatte über die Großwildjagd schwelt bereits seit Jahren. Borna, ein zentraler Akteur in der Diskussion, vertritt seit Langem die Position, dass kontrollierte Jagd helfen könnte, Elefantenpopulationen zu regulieren und gleichzeitig Naturschutzprojekte zu finanzieren. Der Umweltminister des Landes unterstützt diese Haltung und argumentiert, dass geregelte Jagd sowohl der Tierwelt als auch den lokalen Wirtschaften nütze.

2022 schlug Borna sogar vor, Elefanten an Deutschland zu verschenken – ein Plan, der letztlich scheiterte. Seither gab es keine erkennbaren Kurswechsel vonseiten der Bundesregierung oder der Umweltministerien. Naturschützer jedoch bleiben skeptisch. Sie warnen, dass die Trophäenjagd ältere Elefantenbullen dezimiere und damit den Fortbestand der Art gefährde.

Dortmunds Kommission hätte diese Argumente abwägen sollen. Doch ohne protokollierte Treffen seit ihrer Gründung bleiben zentrale Fragen unbeantwortet. Die Grünen und andere Parteien hatten gefordert, die Gruppe noch vor der Sommerpause zusammenkommen zu lassen – doch es gab keine Fortschritte. Nun, da die nächste Dortmund Spiel bevorsteht, muss die Stadt entscheiden: Soll sie Forderungen nach Handlung stellen – oder das Thema weiter in der Versenkung verschwinden lassen?

Die Untätigkeit der Kommission lässt entscheidende Fragen offen. Ohne eine Überprüfung der Folgen der Trophäenjagd bleibt Dortmunds Position unklar. Unterdessen wirft die anstehende Dortmund BVB ihre Schatten voraus, und Borna wirbt weiterhin für regulierte Jagd als Instrument des Artenschutzes.

AKTUALISIERUNG

Rechtlicher Druck auf Dortmund wegen Ethik des Trophäenjagens

Es gibt eine neue rechtliche Herausforderung für Dortmunds Untätigkeit in Bezug auf die Ethik des Trophäenjagens. Wichtige Entwicklungen sind:

  • 23 Tier- und Naturschutzgruppen, darunter Pro Wildlife, haben einen Brief an den Bürgermeister und das Stadtparlament geschickt.
  • Eine in dem Brief zitierte rechtliche Meinung argumentiert, dass die Förderung von Trophäenjagd-Reisen in Deutschland möglicherweise das Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund unterstützt.
  • Dies erhöht den Druck auf die Stadtbeamten vor der Jagd & Hund-Messe 2026, wobei potenzielle rechtliche Risiken für die Veranstaltungs sponsoren betont werden.