Deutschland und Niederlande bauen grenzüberschreitendes CO₂-Netz für Klimaziele
Lara LangeDeutschland und Niederlande bauen grenzüberschreitendes CO₂-Netz für Klimaziele
Deutschland und die Niederlande haben eine neue Vereinbarung zur Entwicklung eines grenzüberschreitenden CO₂-Transportnetzes unterzeichnet. Die Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) wird von führenden Energieunternehmen getragen und zielt darauf ab, die industrielle Dekarbonisierung in Nordwesteuropa voranzutreiben.
Beteiligt sind die Gasunie sowie ein Konsortium aus Unternehmen wie EBN, Eni, OGE, Shell und TotalEnergies. Im Mittelpunkt des MoU steht der Delta-Rhein-Korridor, der deutsche Industriezentren mit niederländischen Offshore-CO₂-Speicherstätten verbindet. Dazu gehört auch die Infrastruktur des Aramis-CCS-Projekts.
Die Ankündigung erfolgte während eines Besuchs des niederländischen Königs Willem-Alexander und des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Die Initiative knüpft an das bestehende Porthos-CCS-Projekt in den Niederlanden an, das eingefangene Emissionen unter der Nordsee speichert. Ziel ist es, eine integrierte CO₂-Wertschöpfungskette zu schaffen und den Ausbau von Transport- und Speicherkapazitäten in Europa zu beschleunigen.
Die Vereinbarung stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kohlenstoffmanagement. Sie ermöglicht Unternehmen beider Länder den Zugang zu großtechnischen CCS-Lösungen (Carbon Capture and Storage). Das Netzwerk soll eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung industrieller Emissionen in der Region spielen.






