13 June 2026, 08:03

Deutschland und Niederlande bauen grenzüberschreitendes CO₂-Netz für Klimaziele

Gasunie und Partner treiben Pläne für grenzüberschreitendes CO2-Netz voran

Deutschland und Niederlande bauen grenzüberschreitendes CO₂-Netz für Klimaziele

Deutschland und die Niederlande haben eine neue Vereinbarung zur Entwicklung eines grenzüberschreitenden CO₂-Transportnetzes unterzeichnet. Die Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) wird von führenden Energieunternehmen getragen und zielt darauf ab, die industrielle Dekarbonisierung in Nordwesteuropa voranzutreiben.

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Beteiligt sind die Gasunie sowie ein Konsortium aus Unternehmen wie EBN, Eni, OGE, Shell und TotalEnergies. Im Mittelpunkt des MoU steht der Delta-Rhein-Korridor, der deutsche Industriezentren mit niederländischen Offshore-CO₂-Speicherstätten verbindet. Dazu gehört auch die Infrastruktur des Aramis-CCS-Projekts.

Die Ankündigung erfolgte während eines Besuchs des niederländischen Königs Willem-Alexander und des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Die Initiative knüpft an das bestehende Porthos-CCS-Projekt in den Niederlanden an, das eingefangene Emissionen unter der Nordsee speichert. Ziel ist es, eine integrierte CO₂-Wertschöpfungskette zu schaffen und den Ausbau von Transport- und Speicherkapazitäten in Europa zu beschleunigen.

Die Vereinbarung stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kohlenstoffmanagement. Sie ermöglicht Unternehmen beider Länder den Zugang zu großtechnischen CCS-Lösungen (Carbon Capture and Storage). Das Netzwerk soll eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung industrieller Emissionen in der Region spielen.

Quelle