Defektes Panikschloss legt Trainingsbetrieb in Kölner Sporthalle wochenlang lahm
Niklas NeumannDefektes Panikschloss legt Trainingsbetrieb in Kölner Sporthalle wochenlang lahm
Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 sehen sich seit Wochen mit Einschränkungen konfrontiert, nachdem ein defekter Türverschluss den Trainingsbetrieb lahmlegte. Das Problem betrifft eine kaputte Panikschlossvorrichtung in der Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße, wodurch rund 300 Sportler:innen seit über drei Wochen keinen Zugang zu ihrer Trainingsstätte haben.
Auslöser war der Ausfall der Notausgangsverriegelung an der Fluchtür. Die Stadt Köln reagierte mit der Installation eines provisorischen Schlosses, das die Tür zwar wieder funktionsfähig machte. Doch der Vorstand des Vereins kritisierte diese Lösung als unzureichend – insbesondere mit Blick auf eine sichere und schnelle Evakuierung im Ernstfall.
Die Option, die Tür während des Trainings einfach offen zu halten, lehnte Vereinsvorsitzende Ute Ahn wegen Sicherheits- und Diebstahlrisiken ab. Eine dauerhafte Lösung erfordert den kompletten Austausch der Panikschlossvorrichtung, doch Lieferverzögerungen aufgrund von Engpässen in der Versorgungskette verzögerten die Reparatur.
Mittlerweile hat die Stadt ein Unternehmen mit dem Einbau des neuen Teils beauftragt. Das Ersatzteil soll in dieser Woche eintreffen, die Montage ist unmittelbar im Anschluss geplant. Ob die Sporthalle in der Vergangenheit bereits mit ähnlichen technischen Problemen zu kämpfen hatte, geht aus den Unterlagen nicht hervor.
Sobald die neue Panikschlossvorrichtung installiert ist, können die 300 Vereinsmitglieder ihr Training wieder aufnehmen. Mit der zügigen Bestellung und dem Einbau des Bauteils will die Stadt den vollständigen Zugang zur Halle wiederherstellen. Bis dahin bleibt die provisorische Lösung in Kraft – trotz Bedenken hinsichtlich ihrer ausreichenden Funktionalität.






