CDU Münster streitet erbittert über Zukunft von Oberbürgermeister Grube
Lea WagnerCDU Münster streitet erbittert über Zukunft von Oberbürgermeister Grube
Bei einem jüngsten CDU-Treffen in Münster kam es zu hitzigen Diskussionen über die Zukunft von Oberbürgermeister Ulf-Marcus Grube. Parteimitglieder trafen sich, um über seine Führung zu debattieren, nachdem ein Versuch, ihn aus dem Amt zu entfernen, gescheitert war. Die Stimmung war angespannt, als verschiedene Flügel der Partei über das weitere Vorgehen stritten.
Der Stadtverbandsvorsitzende der CDU, Uwe Franke, hatte die Versammlung einberufen, um zu erläutern, warum die Fraktion zu dem Schluss gekommen war, Grube sei nicht mehr tragbar. 68 Christdemokraten nahmen teil, darunter alle acht Fraktionsmitglieder, die den ursprünglichen Antrag auf seine Absetzung unterstützt hatten.
Während der Sitzung sprachen Oberbürgermeister Grube und der ehemalige Feuerwehrchef Michael Kammstieß im Namen der Feuerwehr, bevor eine offene Debatte begann. Franke erklärte später, die Vorwürfe, die Feuerwehr habe den Stadtrat erpresst, seien haltlos.
Viele Basismitglieder kritisierten die Fraktionsbefürworter scharf, einige schlugen sogar vor, die gesamte Fraktion auszutauschen. Eine Mehrheit drängte daraufhin auf eine Abstimmung über einen zweiten Versuch, Grube abzuwählen, doch die Stadtverbandsführung blockierte den Antrag. Der vorherige Versuch, den Oberbürgermeister zu stürzen, war bereits gescheitert, nachdem ein Fraktionsmitglied den Antrag zurückgezogen hatte.
Auf Anfrage der Böhme-Zeitung lehnte der Fraktionsvorsitzende Stefan Sorge eine Stellungnahme ab. Auch der aktuelle Feuerwehrchef Michael Kammstieß reagierte nicht auf Bitten um eine Äußerung.
Die Versammlung endete ohne eine neue Abstimmung über Grubes Absetzung. Die Entscheidung der Führung, den Antrag zu blockieren, ließ die weiteren Schritte der Fraktion unklar. Die Debatte zeigte, wie tief die Spaltung innerhalb der Münsteraner CDU über die Führung des Oberbürgermeisters geht.






