19 March 2026, 10:06

Busrouten-Streit in Solingen-Ohligs: Senioren wehren sich gegen Sperrpläne

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtstraße mit Autos, Bussen, Fußgängern auf einer Brücke, Laternen, mehrstöckigen Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Busrouten-Streit in Solingen-Ohligs: Senioren wehren sich gegen Sperrpläne

Streit um Busrouten in Solingens Stadtteil Ohligs spitzt sich zu

Die Kontroverse um die Busverbindungen im Solinger Stadtteil Ohligs hat sich verschärft, nachdem sich die Grünen Senioren hinter die Verkehrspläne der Stadt gestellt haben. Die Organisation argumentiert, dass die vorgeschlagenen Änderungen an der Lennestraße die Mobilitätsbedürfnisse aller Anwohner – insbesondere älterer Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind – in Einklang bringen müssten. Ihre Haltung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem lokale Initiativen zunehmend Druck ausüben, die Straße komplett für Busse zu sperren.

In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen seine Verkehrspolitik im Stadtteil Ohligs grundlegend überarbeitet. Neue Linien wie die 690 wurden eingeführt, während entlang der Hauptstraße Anpassungen vorgenommen wurden, um mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Diese Maßnahmen spiegeln eine breitere Debatte wider, die unter anderem von der Ohligser Bürgerinitiative seit 2022 vorangetrieben wird. Diese fordert verkehrsberuhigte Zonen, was bereits zu temporären Sperrungen und einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h führte.

Die Grünen Senioren lehnen nun Forderungen von Gruppen wie den Ohligser Jongens, der ISG und der OWG ab, den geplanten Ohligs City Ring zu streichen und die Lennestraße vollständig für Busse zu schließen. Sie warnen, dass eine Sperrung der Straße die Haltestelle "Ohligs Markt" wegfallen ließe und ältere Anwohner gezwungen wären, längere Strecken zu Fuß zurückzulegen. Für viele – besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Einkäufen – würde dies erhebliche Schwierigkeiten bedeuten.

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Stattdessen unterstützt die Gruppe den aktuellen Verkehrsplan der Stadt als fairen Kompromiss. Dieser reduziert zwar den Busverkehr in der Lennestraße, erhält aber wichtige Verbindungen ins Stadtzentrum. Die Grünen Senioren betonen, dass Verkehrsentscheidungen alle Altersgruppen berücksichtigen müssten, und stellen die Frage nach sozialer Gerechtigkeit in den Mittelpunkt – und nicht nur nach reiner Verkehrssteuerung.

Die Position der Grünen Senioren unterstreicht die Abhängigkeit älterer Bürger von einem barrierefreien ÖPNV. Ohne die Haltestelle "Ohligs Markt" müssten viele längere Wege in Kauf nehmen oder sich körperlich stärker belasten. Durch ihre Unterstützung des aktuellen Plans lenkt die Gruppe die Debatte auf praktikable Lösungen, die allen Nutzern des Verkehrsnetzes gerecht werden.

Quelle